Stress beeinflusst Sexualität: Ursachen und Lösungen

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Verfasst von: Christine Mitrovic
stress beeinflusst sexualität

Inhaltsverzeichnis

Sexuelle Lust und Stress passen nicht zusammen. Das wurde nun in verschiedenen Studien eindeutig bewiesen. Sehr interessant war die Erkenntnis, dass Frauen und Männer sehr unterschiedlich auf Stress in der Sexualität reagieren. Diese Reaktion ist nicht nur aktiv, sie läuft auch im Inneren ab und hat fatale Auswirkungen auf die Libido. Gerade der mentale Stress scheint die Sexualität negativ zu beeinflussen. Wie wirkt sich Stress auf Frauen und Männer aus? Wo liegen die Unterschiede und wie finden Paare trotz mentalem Stress wieder zu einem lustvollen Liebesspiel? Hier findest du nicht nur die Erklärung für die Flaute im Bett, sondern auch konstruktive Lösungsvorschläge, welche leicht nachzuvollziehen und anzuwenden sind.

Stress beeinflusst Sexualität: Welche mentalen Faktoren belasten die Lust?

Was für beide Geschlechter gilt, ist: Die Psyche und der Körper sind bei Frauen und Männer gleichermaßen eng miteinander verbunden. Ist eines der beiden aus dem Gleichgewicht, kann sich dies negativ auf die Sexualität auswirken. Es herrscht Flaute im Bett. Doch dann hören die Gemeinsamkeiten auch schon wieder auf.

Wie belastet Männer Stress in der Sexualität?

Männer haben den gleichen Stress wie Frauen, aber sie nehmen ihn anders an. Kommt beim Mann Stress auf und da spielt es fast keine Rolle, welcher Natur dieser ist, er schlägt dem Mann auf sein bestes Stück. Kann der Mann diesen Stress im Moment nicht verarbeiten, dann funktioniert sein bestes Stück schlechter oder eventuell gar nicht. Dies hat mit Stresshormonen zu tun, welche dafür verantwortlich sind, dass Blut nicht zum Penis transportiert wird. Ohne Blut ist eine Erektion nicht möglich. Sein Körper ist auf Kampf und Verteidigung ausgelegt und da haben sexuelle Gelüste wenig Platz.

Wie reagiert die weibliche Libido auf Stress?

Frauen reagieren bei Stress im Liebesleben anders. Es sind gar nicht so sehr die berühmten Kopfschmerzen. Männer bekommen tatsächlich Probleme mit der Erektion, hingegen Frauen verlieren schlicht die Lust auf Sex. Sie fühlen sich durch den Stress nicht leistungsfähig, zweifeln an ihrem Selbstwert und ihre Gedanken kreisen um alles, aber nicht um lustvolles Liebesspiel.

Was kann noch Stress für die Sexualität bedeuten?

Mentale Belastung und Sexualität können ihren Ursprung auch in körperlichen Veränderungen haben. Der Körper verändert sich, gerade bei Frauen im Laufe der Jahre manchmal drastisch. Dies kann zu mentalem Stress führen. Die Frau fühlt sich nicht mehr wohl oder nicht mehr attraktiv in ihrem Körper. Jetzt wäre es gut, Stressfaktoren zu erkennen. Leider igeln sich viele Frauen nun aber einfach ein. Dies kann so weit gehen, dass die Partnerin in einer Beziehung so gestresst ist, dass dies einer emotionalen Erschöpfung nahekommt. An Sex ist in solchen Situationen nicht zu denken.

So findest du wieder die sexuelle Verbindung zu deinem Partner

Wie in fast allen Lebenslagen ist eines der besten Mittel um Stressabbau für mehr Lust zu erreichen die offene und ehrliche Kommunikation. Bei der Frau ist die verschwindende Libido psychologischer Stress in der Beziehung. Bei Männern ist das Ganze eher auf der körperlichen Seite zu sehen. Nun hilft nur eines: Reden. Das Thema ist klar: Beziehung und Stress und die Auswirkungen von Stress auf die Sexualität. Nehmt euch einen Paarabend vor. Einen festen Termin. Donnerstagabend um 21 Uhr. Die Kinder sind im Bett, das Geschirr vom Abendessen ist gespült und nun geht es nur um euch zwei. Schließt euch im Schlafzimmer ein und setzt euch auf dem Bett gegenüber. Es geht nur noch um gnadenlose Ehrlichkeit. Jeder bekommt 2 Minuten Redezeit und dann wird gewechselt. Keiner darf den anderen unterbrechen oder wütend werden. Es geht nur um einen Austausch von subjektiven Empfindungen. Beide sagen ehrlich, was ihn im Moment belastet. Der Mann hat zum Beispiel einen neuen Chef vor die Nase gesetzt bekommen und dies bereitet ihm Angst. Die Frau fühlt sich völlig überlastet. Job, Kinder, Beziehung und dann noch der Blick in den Spiegel, welcher ihr zeigt, dass der Zahn der Zeit angekommen ist. Zusätzlich sieht sie sich von ihrem Partner nicht mehr wahrgenommen. Es ist wie eine Wohngemeinschaft. Jeder hat seine Aufgaben, aber von Liebe oder sexueller Lust ist im Moment wenig zu spüren. Die Fronten sind geklärt. Nun geht es an die Aufarbeitung.

Achtsamkeit in der Sexualität

Gerade Achtsamkeit kann die Balance zwischen Stress und Lust ausgleichen. Achtsamkeit bedeutet im Hier und Jetzt zu leben. Nicht in der Vergangenheit und nicht in der Zukunft. Aber das Allerwichtigste an der Achtsamkeit ist, dass du Ereignisse einfach wahrnimmst, sie aber nicht wertest. Gerade diese Methode kann die Ursachen des Lustverlustes in einem anderen Licht zeigen.

Selbstfürsorge: Wenn es dir gut geht, dann ist Stress ein Fremdwort

Gerade wenn mentale Belastung die Sexualität beeinflusst, ist es wichtig, dass du dich um dich selbst kümmerst. Nur du weißt, was du brauchst, was dir fehlt und wo deine Seele gerade am meisten leidet und Stress hat. Stress und Nähe, mentale Gesundheit und Intimität – das kann dann funktionieren, wenn du dich liebevoll um dich selbst kümmerst. Nimm dir Zeit für dich. Was fehlt dir? Eine Massage, ein Wellnesswochenende oder einfach nur einen tollen Abend ohne Stress? Dann nimm dir das. Bei Männern kann es dann auch einfach das Gespräch mit dem besten Freund sein. Wichtig ist, aktiv zu werden und nicht weiterhin im seichten Wasser herumzudümpeln. Hilft das nicht, könnt ihr eine professionelle Stressbewältigungstherapie, am besten gemeinsam, starten.

Fazit

Stress beeinflusst Sexualität und das in jedem Alter und beide Geschlechter gleichermaßen. Den Kopf in den Sand zu stecken bringt nichts, nur noch mehr schlechte Emotionen und noch mehr Stress. Sinnvoll ist es, den Tatsachen gemeinsam ins Auge zu sehen und aktiv zu werden. Es kann eine wunderbare Reise werden, bei welcher ihr euch wieder kennenlernt oder viel intensiver. Und Intensiv ist ein guter Ansatz für lustvolle Stunden im Bett.

Bild von Christine Mitrovic

Christine Mitrovic

Das Studium der Psychologie und meine Ausbildung zur Redakteurin waren nur Stationen auf dem Weg meine Leidenschaft für's Schreiben zum Beruf zu machen. Mich begeistert nicht nur das geschriebene Wort, sondern den Lesern einen Mehrwert, eine Lösung für ein Problem oder eine Inspiration zu geben.