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Harmondu Business Club
Das Erfolgsinterview mit
Sabrina Sima
Geschichten, die Kraft geben. Wege, die Mut machen. Menschen, die bewegen.
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Das Erfolgsinterview mit Sabrina Sima
[Harmondu]: Wer bist du, woher kommst du und was hat dich zu dem Menschen gemacht, der du heute bist?
Ich bin Sabrina – Mama von zwei Jungs, verheiratet, naturverbunden und in Herzogenburg zu Hause.
Das Feinfühlige und die Gabe, Menschen intuitiv zu unterstützen, liegen seit Generationen in meiner Familie. Das war für mich von klein auf ganz normal. Schon als Jugendliche war es für mich logisch, genau da hinzusehen, wo andere weggeschaut haben, und Tieren oder Menschen beizustehen oder einfach mal vieles zu spüren oder auch im Vorhinein zu „wissen“.
Mein eigener Weg, das Familienleben, viele Erfahrungen und der Entschluss, nach 22 Jahren im Angestelltenverhältnis diesen sicheren Weg zu beenden und ganz auf mein Herz zu hören, haben mich zu dem geerdeten Menschen gemacht, der ich heute bin.
[Harmondu]: In welcher Branche bist du tätig, was machst du konkret und was treibt dich täglich an?
Angefangen hat alles ganz natürlich mit Fernbegleitungen, weil Menschen einfach gemerkt haben, dass ich ihnen helfen kann. Mit der Zeit sind daraus persönliche Termine bei mir in der Praxis geworden.
Heute arbeite ich als Wenderin, zert. Kinesiologin, ärztlich geprüfte Aromafachberaterin und dipl. Mental- und Resilienztrainerin.
Ich unterstütze vom Baby bis zum Erwachsenen und biete Begleitung bei Stress, ADHS/ASS, Angst, körperlichen und emotionalen Belastungen sowie vor und nach belastenden Erlebnissen. Dabei verbinde ich das Wissen aus meiner Familie mit modernen, wirksamen Methoden wie ätherischen Ölen, kinesiologischen Techniken und Mentaltraining. Ich arbeite komplett individuell – genau so, wie es mein Klient gerade braucht. Durch meine vielfältigen Ausbildungen kann ich auf einen großen Werkzeugkoffer zurückgreifen.
Was mich jeden Tag antreibt? Zu sehen, wie sich der Druck bei jemandem löst, der jahrelang nur funktioniert hat, und wie plötzlich wieder Leichtigkeit da ist. Wenn Mamas dankbar sind, weil die Babys plötzlich brav trinken und gut schlafen, wenn Kinder konzentrierter und ausgeglichener sind, wenn die Rückmeldung kommt, dass man nach Jahren keine Schmerzen mehr hat, oder wenn die Leute wieder strahlen und sagen, dass sie das Leben endlich wieder genießen können und Lebensfreude spüren.
[Harmondu]: Gab es einen Moment in deinem Leben, der alles verändert hat? Was ist passiert und was hat sich dadurch für dich verändert?
Ja, diesen Knalleffekt gab es – und er war unübersehbar. Im Dezember bin ich mit dem Verdacht auf einen stillen Schlaganfall ins Krankenhaus gekommen. Am Ende konnten sie medizinisch nichts Feststellbares finden; die Ärzte meinten, die Taubheitserscheinungen waren ein neuer, heftiger Ausläufer meiner Migräne mit Aura.
Aber ich wusste es besser. Für mich war das der absolute Weckruf – der lauteste Stopp-Schrei meines Körpers, nachdem ich von August bis Dezember monatelang nur durchgearbeitet, für die Kinder da war, den Haushalt geschmissen und oft nur zwei Stunden pro Nacht geschlafen hatte.
Dieser Moment hat alles verändert. Er hat mich brutal und ehrlich gezwungen, mein Leben komplett neu zu ordnen, das ständige Ausbrennen zu beenden und den Mut zu haben, mein Angestelltenverhältnis nach 22 Jahren hinter mir zu lassen und mich ganz meiner Berufung zu widmen.
In dem Moment, in dem ich den Mut hatte, diesen Schritt zu gehen und mir selbst zu vertrauen, ist alles an seinen Platz gefallen. Ich lebe heute das, was ich schon als Kind in mir getragen habe. Seitdem achte ich auf mich, lebe meine Berufung und zeige auch meinen Klienten, wie wichtig es ist, rechtzeitig hinzuhören, bevor der Körper die Reißleine zieht.
[Harmondu]: Was war dein größter Rückschlag und was hat dir geholfen, wieder aufzustehen?
Mein größter Rückschlag war genau diese Phase vor meinem Krankenhausaufenthalt im Dezember, in der ich komplett über meine Grenzen gegangen bin. Ich dachte, ich müsste Job, Familie (zu der auch mein Hund Rambo zählt), Haushalt und alles andere allein schaffen, und habe völlig vergessen, auf meinen Körper zu hören.
Geholfen hat mir das laute Stoppsignal meines Körpers und der ehrliche Blick in den Spiegel: So ging es einfach nicht weiter. Die Natur, mein Hund, meine Familie und vor allem zu lernen, sich Zeiten für sich selbst einzuplanen und Auszeiten ohne schlechtes Gewissen zu nehmen, haben mich zurück zu meiner Kraft gebracht. Jeder harte Schlag war am Ende die Erinnerung daran, dass Selbstfürsorge kein Luxus ist, sondern die Basis.
[Harmondu]: Welche Werte leiten dich beruflich wie persönlich und wie lebst du diese im Alltag?
Echtheit, Ehrlichkeit und der Glaube daran, dass jeder Mensch seine eigenen Lösungen in sich trägt. Nach allem, was ich erlebt habe, weiß ich, wie wichtig es ist, ehrlich hinzusehen, bevor der Körper die Notbremse zieht.
Ich lebe das, indem ich jedem auf Augenhöhe begegne. Ob in meiner Praxis, zu Hause mit den Jungs oder im Alltag: Gegenseitiger Respekt, Wertschätzung und ein echter Kontakt sind mir unglaublich wichtig. Bei mir darf jeder so sein, wie er ist, und jeder ist gut so, wie er ist.
[Harmondu]: Was bedeutet Erfolg für dich persönlich und was war der wichtigste Schlüssel auf deinem Weg dorthin?
Erfolg hat für mich absolut nichts mit Zahlen oder anonymer Reichweite zu tun. Erfolg ist für mich das warme Gefühl im Bauch, wenn ein Mensch nach einer Begleitung geht und sagt: „Ich kann wieder durchatmen, danke.“ Oder wenn eine Familie merkt, dass wieder Ruhe reinkommt, wenn jemand wieder ein Strahlen in den Augen hat, mich umarmt und vor lauter Dankbarkeit die Tränen kullern.
Der wichtigste Schlüssel war, nach dem lauten Stopp meines Körpers die Reißleine zu ziehen, das alte Angestelltenleben hinter mich zu lassen und mir zu erlauben, genau den Weg zu gehen, der mir in die Wiege gelegt wurde.
[Harmondu]: Wie findest du Balance zwischen Arbeit, Familie und dir selbst und wer oder was inspiriert dich dabei?
Balance ist für mich kein starrer Plan, sondern ein ständiges Auf und Ab, ein lebendiger Rhythmus, auf den ich nach meinen eigenen Erfahrungen besonders gut achte.
Kraft tanke ich draußen in der Natur, bei Spaziergängen mit unserem Hund Rambo und in den ganz normalen Momenten mit meiner Familie.
Inspirieren lasse ich mich von der Natur, die uns zeigt, dass alles seine Zeit hat und braucht, und von Menschen, die den Mut haben, ihren eigenen Weg zu gehen, sich nicht zu verbiegen und ehrlich zu sich selbst zu sein.
[Harmondu]: Welche Botschaft möchtest du Menschen mitgeben, die dich und deine Geschichte noch nicht kennen?
Warte nicht erst darauf, bis dein Körper die Reißleine zieht und dir ein lautes Stopp-Signal gibt.
Du bist nicht allein mit dem, was du gerade mitschleppst, und du musst nicht alles allein schaffen.
Es darf im Leben auch wieder leichter werden – du darfst dir erlauben, Hilfe anzunehmen, und das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von echter Stärke.
[Harmondu]: Was bewegt dich gerade und worauf darf man bei dir in Zukunft gespannt sein?
Mich bewegt, wie viele Menschen und Familien im alltäglichen Stress völlig den Draht zu sich selbst verloren haben und nur noch im Funktionieren sind. Genau da anzusetzen, individuell auf jeden einzelnen einzugehen und nicht nach „Schema F“ zu arbeiten, ist meine Herzensaufgabe.
Worauf du dich freuen darfst: Ich werde meine Angebote in der Praxis in Herzogenburg weiter ausbauen. Es wird bald Ganztagesworkshops geben und ich plane außerdem noch etwas ganz Besonderes, auf das du schon gespannt sein darfst.
[Harmondu]: Welche Auszeichnungen oder besonderen Anerkennungen hast du in deinem Leben erhalten, auf die du besonders stolz bist?
Urkunden und Auszeichnungen sind zwar nett, aber im Endeffekt sind die vielen Weiterempfehlungen und das, was von den Menschen zurückkommt, die ich begleiten darf, die schönste Anerkennung: Wenn mir eine Mama schreibt, dass ihr Baby endlich ruhig schläft.
Wenn Kinder plötzlich konzentrierter und ausgeglichener sind. Wenn jemand nach einer Begleitung tief ausatmet, wieder ein Strahlen in den Augen hat, mich umarmt und vor lauter Dankbarkeit die Tränen kullern, wenn man sieht, was für eine Last jemandem von den Schultern gefallen ist, oder wenn die Rückmeldung kommt, dass man nach Jahren keine Schmerzen mehr hat und das Leben endlich wieder genießen kann.
Dieses Vertrauen ist für mich die wertvollste Auszeichnung, die man bekommen kann.
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