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Harmondu Business Club
Das Erfolgsinterview mit
Nicole Hippmann
Geschichten, die Kraft geben. Wege, die Mut machen. Menschen, die bewegen.
◀️ 💡 ▶️ 💚
Aus dem Zitat von Soren Kierkegaard entstand mein Motto: Atme, fühle und komme im Jetzt an. Folge deinem Herzen und nimm deinen Verstand mit, indem du anders denkst. Übernimm die Verantwortung für deine Gedanken- & Gefühlswelt. 👃 💚 💭🫶
Dieses Motto beschreibt meinen Weg sehr genau. Ich habe lange versucht, alles mit dem Kopf zu lösen. Zerdenken, funktionieren, leisten, richtig machen – lautete meine Programmierung.
Heute weiß ich: Wenn Dinge nicht so laufen, wie ich es mir wünsche, frage ich nicht mehr „Was habe ich falsch gemacht?“, sondern „Was darf ich gerade lernen?“. Verantwortung für meine Gedanken und Gefühle zu übernehmen, heißt für mich, bewusst bei mir zu sein und meine Handlungsfähigkeit zu nutzen – statt nach Schuldigen im Außen, Gründen oder Lösungen zu suchen.
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Das Erfolgsinterview mit Nicole Hippmann
[Harmondu]: Erzähle uns, wer du bist – beruflich wie persönlich. Woher kommst du?
Da sage ich gerne : „Wenn du deiner Berufung folgst, ist die Antwort auf die Frage nach deinem Beruf eine vÖLlig einzigARTige Geschichte.“
Hier meine Geschichte:
Ich bin eine abenteuerlustige Jungs-Mama hoch 2 aus St.Pölten mit jahrelanger Hausunterrichtspraxis.
I love it to be real – not perfect. Ja, mein innerer Monk meckert dennoch gerne und ich fahre immer wieder mal ungewollt in der Emotionsachterbahn eine Runde. Ich liebe kreatives Chaos, mache regelmäßig Fehler, probiere aus, verwerfe wieder und beginne neu. Als Generatorin mit einer 1/3-Linie liegt meine Stärke im gründlichen Erforschen und im Lernen durch Erfahrung. Ein Lernprozess in Dauerschleife also – auch Leben genannt. Alles, was ich weitergebe, habe ich selbst erlebt und meine Erfahrungen (Umwege & Stolpersteine inklusive) sind vÖLlig wichtig & wertvoll für mich und dich.
Als Pädagogin, Mentaltrainerin & Aromafachberaterin begleite ich Menschen – vor allem Mamas – dabei, Klarheit im Kopf, Ruhe im Nervensystem und Vertrauen ins eigene Gefühl zu finden und mutig anders zu denken – für sich selbst und ihre Kinder.
💧 Mit meinem Mentoring „vÖLlig rechtschreibfit“ zeige ich, dass das Schreibenlernen nicht über Druck & Diagnosen funktioniert, sondern über Sicherheit, Beziehung und wachstumsorientiertem Denken. FEHLER sind keine Gegner – sie sind Wegweiser. Probleme sind da, um sie als HELFER im Lernprozess zu sehen.
💧 Mit meinen „oi(l)s Kopfgfühl-Angeboten“ verbinde ich ätherische Öle, Mentaltraining, Sprache, Berührung und bewusste Auszeit für den Körper bzw. den Kopf.
💧 Und das gemeinsame Erschaffen vom „WohlfühlREICH“ steht für meine Haltung zum Thema Reichtum: Fülle beginnt innen und darf Außen sichtbar sein – im Börserl und auch in deinem Zuhause. Das funktioniert aber nicht mit MEHR haben und besitzen wollen, sondern durchs bewusste Loslassen, Neu-Strukturieren und Schaffen neuer Räume.
Fühlst du es bereits??
Ich bin ein Mensch, der Tiefe liebt, Zusammenhänge sieht und gerne Brücken baut: zwischen Herz und Verstand, Wissenschaft und Intuition, Alltag und Bewusstsein. Ich höre zwischen den Zeilen, spüre Stimmungen und glaube daran, dass Veränderung dann entsteht, wenn wir mutig genug sind sind, uns selbst zu begegnen. 💚
[Harmondu]: Gab es einen Moment in deinem Leben, der wirklich alles verändert hat?
Es war kein einzelner Moment, sondern ein Prozess, der mal leise und dann wieder laut war.
Schritt für Schritt kam die Erkenntnis: Ich darf aufhören, mich zu verbiegen – für Systeme, Erwartungen anderer oder alte Glaubenssätze und mich daran erinnern, wer ich ohne all diese Konditionierungen bin.
Als ich begann, meinem inneren Kompass mehr zu vertrauen als äußeren Bewertungen, hat sich mein Blick auf Lernen, Erfolg und Familienleben grundlegend verändert.
[Harmondu]: Was hat dich angetrieben, weiterzugehen – besonders dann, wenn es schwierig war? Was treibt dich auch heute noch an?
Anfangs war es der Wunsch, es besser zu machen – für meine Kinder, für andere Familien, für mich selbst. Aber wenn ich ehrlich bin, war es nicht nur Idealismus. Da war auch Widerstand. Eine Portion Trotz und ein gutes Stück Ego. Dieses innere: „Nur weil du glaubst, dass etwas nicht möglich ist, heißt das noch lange nicht, dass es für mich unmöglich ist,“ spielte mit meinem Drang etwas beweisen zu müssen, während das „So ist es und Punkt“ meinem Gefühl widersprach. Ich hinterfragte Systeme, brach Regeln und weigerte mich, manche Dinge als endgültig gegeben hinzunehmen. Ja, ich erhob meine Stimme. Nicht um zu provozieren, sondern weil sich vieles für mich einfach nicht mehr stimmig anfühlte und ausgesprochen werden wollte.
Heute beschreibe ich meinen Antrieb anders. Ruhiger. Tiefer. Ich habe mich bewusst für eine Haltung entschieden, niemandem mehr etwas beweisen zu müssen und statt gegen, für etwas zu sein. Für Lebendigkeit statt Funktionieren. Für Bewusstsein statt Automatismen.
Ich bin ausgestiegen aus dem Modus von müssen, sollen, dürfen, wollen und hineingegangen ins echte Erleben und Entdecken. Dabei nutze ich meine Neugier und Begeisterung als Motor – denn dort, wo Begeisterung ist, entsteht Bewegung und Lernen ist vÖLlig natürlich. Leicht. Echt. Nachhaltig.
[Harmondu]: Welche Stationen oder Erlebnisse haben dich auf deinem Weg am stärksten geprägt?
Ja, da gab es eine Abfolge von Erfahrungen, die mich immer wieder eingeladen haben, bewusster zu leben und tiefer zu verstehen.
Als ich zehn Jahre alt war, erkrankte mein Vater an MS. Ich erlebte eine Zeit, in der die Mutter sich über ihre Grenzen hinweg aufopferte, doppelt und dreifach arbeiten ging, um die Familie finanziell abzusichern und viele „Männerarbeiten“ im „Müssenmodus“ alleine stemmte, während sich der Vater mit seinem Leid immer mehr zurück zog und auf unsere Pflege angewiesen war. Mit zwanzig verlor ich meinen Papa, ohne je wirklich eine tiefgehende Verbindung zu ihm aufgebaut zu haben. Diese Zeit hat mir früh gezeigt, dass Gesundheit und ein sorgenfreies „Kindsein“ oder „Frausein“ keine Selbstverständlichkeiten sind.
Neben meinem Lehramtstudium kellnerte ich bei namhaften Caterings. Ich wollte schnell finanziell unabhängig werden. Danach stürzte ich mich als Lehrerin in die Arbeitswelt, investierte viel Zeit für die Schule und meine Weiterbildung. Zeitgleich erlebte ich privat eine harmonische Beziehung und wir bauten uns eine gemeinsame Zukunft auf.
Im Jänner 2011 überlebten mein Mann und ich einen schweren Autounfall. Wir kamen – wie durch ein Wunder – mit kleineren Verletzungen davon. Dieses „Wir leben noch“ hat sich tief eingebrannt. Es war einer dieser Momente, in denen Zeit stillsteht und alles Unwichtige plötzlich leise wird. Zurück blieb eine knallharte Erkenntnis: „Scheiße – das Leben kann so schnell vorbei sein.“
Die Frühgeburt meines ersten Sohnes im Jahr 2014 aufgrund einer Schwangerschaftsvergiftung – vertiefte diese Einsicht. Kontrolle war fehl am Platz. Die Zeit gibt den Takt an und ich kann sie nicht ändern. Kein gestern – kein morgen. Nur der Moment zählte. Wieder ging es um das Überleben im Jetzt. Lernen, loszulassen und dem Leben bzw. anderen zu vertrauen – wurde zu einem innerlichen Kampf, der noch länger anhielt.
2017 wurde mein zweiter Sohn geboren. Keine Notfallgeburt, aber erneut per Kaiserschnitt. In mir wuchs ein leiser, schmerzhafter Gedanke: als Frau und Mama versagt zu haben, nicht „normal“ gebären zu können. Dazu kam das Gefühl von Abhängigkeit – meinen Kindern nicht wirklich helfen zu können, wenn sie krank waren. Eine innere Stimme, die sagte: „Du kannst das nicht.“
Genau hier entstand ein Wendepunkt. Die ätherischen Öle kamen in mein Leben. Diese natürlichen Helferlein waren ein Türöffner mit Wow-Effekt. Sie gaben mir das Gefühl zurück, handlungsfähig zu sein. Ermächtigt. Verbunden mit meinem Körper, meinem Gefühl und meiner Intuition. Ich begann, mich intensiv mit natürlicher, proaktiver Gesundheitsvorsorge zu beschäftigen und bildete mich im Bereich der Aromatherapie kontinuierlich weiter.
Zeitgleich war ich immer noch eine engagierte Volksschullehrerin auf der Suche nach besseren, neuen Wegen. Ich absolvierte zusätzliche Hochschullehrgänge, um sowohl Kindern mit Lernschwierigkeiten als auch hochbegabten Kindern passende, individuelle Lernräume anbieten zu können, um schlussendlich dank meiner eigenen Kinder zur Erkenntnis zu kommen, dass Lernen nicht über Stundenpläne oder starre Systeme mit Druck funktioniert, sondern über Beziehung, Sicherheit, Wachstum im eigenen Tempo und Entfaltung der eigenen Neugier.
Der Schuleintritt meines älteren Sohnes während der Coronazeit wurde schließlich zu einem weiteren prägenden Wendepunkt. Mein Mann und ich haben sich mutig dafür entschieden, Bildung neu zu denken und eine Möglichkeit abseits der Norm zu nutzen – in Form von Hausunterricht.
Diese Entscheidung bedeutete, Sicherheiten loszulassen, voll in der Verantwortung zu stehen und gleichzeitig zu vertrauen. Ich kündigte meinen festen Lehrerjob und stellte mein Familien- und Berufsleben grundlegend auf den Kopf. Neben dem Networken mit doTERRA begann ich mein Onlinebusiness aufzubauen. Dabei flossen meine eigene innere Arbeit, mein Wissen aus den akademischen Hochschullehrgängen, dem Mentaltraining, die ätherische Öle und meine persönlichen Erfahrungen als Mama immer stärker zusammen – zu dem, was heute meine Arbeit ausmacht.
[Harmondu]: Was bedeutet für dich Verantwortung – gegenüber dir selbst, anderen und der Welt?
Meine eigene Geschichte hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, Verantwortung niemals abzugeben – weder in Bezug auf Gesundheit, noch auf Bildung, oder das eigene Leben – und gleichzeitig mutig genug zu sein, um nach Hilfe zu fragen.
🍀Gegenüber mir selbst bedeutet Verantwortung, ehrlich hinzuschauen.
🍀Gegenüber meiner Familie, Entscheidungen bewusst zu treffen.
🍀Gegenüber anderen, Räume zu öffnen statt Lösungen überzustülpen.
🍀Und gegenüber der Welt, mit meinem Wirken zu mehr Bewusstsein, Menschlichkeit und Selbstermächtigung beizutragen.
[Harmondu]: Welche Menschen oder Begegnungen inspirieren dich – und inwieweit lässt du dich von Vorbildern leiten?
Besonders inspirierend sind für mich unter anderem die Arbeiten und Gedanken von Gerald Hüther, André Stern und Eckhart Tolle, aber auch die Menschen, die in den letzten Jahren in mein Leben getreten sind und Verbindung, Begeisterung, (finanzielle) Freiheit, Bewusstsein und inneres Wachstum in den Mittelpunkt stellen.
Ich lasse mich gerne leiten – aber ich folge nie blind. Mein wichtigster Kompass ist und bleibt meine innere Weisheit. 🧭
[Harmondu]: Welche Werte sind dir – beruflich wie privat – besonders wichtig?
Selbstbestimmung, Entwicklung, Mut, Freude, Selbstsicherheit, Ehrlichkeit, Neugier, Klarheit & Struktur, Ganzheitlichkeit, Empathie – hm… da fällt mir so einiges ein. Situationsbedingt hat immer etwas anderes Priorität – also nenne ich noch Flexibilität zum Abschluss.
[Harmondu]: Wie gehst du mit Kritik, Neid oder Erwartungsdruck um?
Laut meinem Gallup-Stärkenprofil ist Leistungsorientierung meine Top-Stärke. Ich habe immer schon hohe Maßstäbe an mich selbst gesetzt, wollte Ergebnisse sehen, spürbare Wirkung erzielen und habe mich selbst getrieben – oft gepaart mit dem Wunsch, es allen recht zu machen.
Ich wollte 200% geben, sichtbar wirken, keinen Fehler machen. Mein innerer Motor war gleichzeitig Antrieb und manchmal Stolperstein.
Früher habe ich mich oft „nicht genug“ gefühlt, während andere meinen äußeren Glanz bewunderten. Ich nahm Kritik persönlich und empfand sie als Angriff. Ich wollte alles richtig machen, perfekt sein, um zu gefallen – ich habe funktioniert, erfüllt und ständig gezweifelt – an mir und an anderen. Gedankenkarussell auf Dauerschleife stand am Tagesprogramm.
Mit der Zeit durfte ich verstehen, dass Erwartungen anderer sowie auch die an mich selbst, der sicherste Nährboden für Enttäuschung sind. Sie entfernten mich vom gegenwärtigen Moment und erzeugen Widerstand gegen das was gerade ist.
Die Elternschaft ist hier übrigens ein wundervolles Spiel- und Lernfeld. 😇
Heute versuche ich, Gedanken, Bewertungen und Reaktionen mehr zu beobachten, statt mich sofort mit ihnen zu identifizieren.
Nicht alles, was gedacht oder gesagt wird, braucht eine Antwort, jedoch einen bewussten Atemzug. Manche Dinge brauchen einfach die Erlaubnis, dass sie da sein dürfen, um dann wieder verschwinden zu können.
Neid und Missgunst kenne ich ganz stark aus meiner Familie müttlerlicherseits. Diese unangenehmen Gefühle nagten lange an mir, bis ich erkannte: Dieses Mangeldenken spiegelt Unsicherheiten, Ängste, Begrenzungen – also den inneren Zustand wider. Sie sind für mich Ausdruck von innerer Trennung und triggern mich heute noch besonders dann, wenn ich sie bei meinen Kindern beobachte. Dann heißt es: hinsehen und spüren – was gehört zu mir und was nicht. Ich lasse diese Gefühle zu und wandle sie in Motivation und Klarheit.
Heute nutze ich meine Leistungsorientierung übrigens bewusster und reflektierter: Sie treibt mich an, umzusetzen und dranzubleiben – aber nicht aus Angst oder Pflichtgefühl, sondern aus Freude am Tun, aus Motivation und aus Verantwortung für mich und andere.
Kritik oder Neid sehe ich nun als Signale, nicht als Urteil. 💡
Erwartungen dienen mir als Orientierung, nicht als Druck. 💡
So verbindet sich mein natürlicher Leistungsdrang mit innerer Ruhe und Klarheit: Ich handle wirksam, bleibe dabei bei mir selbst und wandle Herausforderungen in Lern- und Wachstumschancen um – für mich und die Menschen, die ich begleite.
[Harmondu]: Gibt es Kraftorte oder Situationen, die dir helfen, deine Batterien aufzuladen?
Ja, sehr viele – vor allem in der Natur. Unser kleiner Garten, der Strand und das Meer, die Weite der Berge, die Stille der Wälder.
Mich laden schon kleine Dinge auf: Kaminfeuer, Kerzenschein, ein ehrliches Lächeln, gutes Essen, Filme mit Tiefgang und Humor, Zeit mit Menschen, die zuhören – nicht, um zu antworten, sondern um wirklich da zu sein und die Umarmungen meiner Kinder bzw. meines Mannes.
[Harmondu]: Was bedeutet für dich Glück – jenseits von Leistung, Erfolg oder Besitz?
Glück ist für mich innere Stimmigkeit. Wenn das, was ich denke, fühle und tue im Einklang ist – bin ich NAGLÜ – NAtürlich GLÜcklich. 🍀
[Harmondu]: Welche Rolle spielen Achtsamkeit, Spiritualität oder innere Ruhe in deinem Alltag?
Ich verstehe Achtsamkeit als zentrale Kompetenz für Selbstführung. Sie unterstützt mich dabei, bewusst zu handeln, statt impulsiv zu reagieren, Prioritäten klar zu setzen und auch unter Druck handlungsfähig zu bleiben. Ich nutze natürlich ätherische Öle als praktisches Achtsamkeitstool. Sie helfen mir, schneller in den Körper zu kommen, Spannung abzubauen und den Fokus zu stabilisieren – besonders in Phasen von Überlastung.
Spiritualität lehnte ich früher aus Unwissenheit bzw. schlechter Erfahrung ab. Nun sehe ich sie als eine Haltung von Präsenz, Klarheit und Verbundenheit mit den eigenen Werten.
Innere Ruhe ist für mich kein Dauerzustand, sondern ein Ort, zu dem ich immer wieder zurückfinde. Mal gelingt es besser, mal weniger. Meine Kinder zeigen mir dann sanft oder manchmal auch knallhart auf, dass ich zu sehr im Hustle-Modus bin. Sie spiegeln mich, zwingen mich, zurück ins Jetzt zu kommen, und sorgen dafür, dass Theorie und Praxis immer wieder angepasst werden – manchmal mit einem Lächeln, manchmal mit einem Kopfschütteln.
[Harmondu]: Wenn du heute auf dein Leben blickst: Wofür bist du am meisten dankbar?
Am meisten … am besten … diese Superlative mag ich ehrlich gesagt nicht wirklich.😅😇
Ich bin für vieles dankbar, ohne es bewertend zu gewichten.
🙏 Dankbar, dass mir meine Mama das Leben geschenkt hat.
🙏 Dankbar, dass es mir dank moderner Wissenschaft ermöglich wurde, 2 wunderbare Söhne zu haben.
🙏 Dankbar, dass mein Mann mich bedindungslos liebt und mir stets den Rücken stärkt.
🙏 Dankbar für mein Sein.
[Harmondu]: Wie findest du Balance zwischen Arbeit, Familie, Zielen und dir selbst?
Nicht – wie manche vielleicht denken – durch perfekte Planung – sondern durch ehrliches Spüren, was gerade dran ist. Balance ist für mich etwas Lebendiges. Sie verändert sich – und ich lerne, mitzugehen statt dagegen zu kämpfen.
[Harmondu]: Was möchtest du durch deine Arbeit in der Welt bewegen oder verändern?
Ich möchte niemanden aktiv bewegen oder überzeugen. 🌱
Mir ist wichtig zu zeigen, dass Veränderung möglich ist – und dass sie nicht laut, radikal oder perfekt sein muss. Ich zeige Möglichkeiten auf, öffne Perspektiven und bin auf dem Weg eine verlässliche Stütze. Was jemand daraus macht, entscheidet jede und jeder selbst.
Für mich beginnt echte Veränderung dort, wo Menschen wieder Vertrauen in ihre eigene Wahrnehmung finden.
[Harmondu]: Welchen Rat gibst du jungen Menschen, die gerade ihren eigenen Weg suchen?
Du musst deinen Weg nicht finden – er entsteht, während du ihn gehst. Sei mutig und trau dich einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Erlaube dir, Umwege zu gehen. Sie sind oft die direktesten Wege zu dir selbst.
[Harmondu]: Wenn du deinem jüngeren Ich einen einzigen Satz sagen könntest – was wäre es?
Ich höre und sehe dich. Ich hab dich lieb – weil du bist, wie du bist. Bedingungslos. 🫂
[Harmondu]: Was bedeutet Erfolg für dich – auf einer ganz persönlichen Ebene?
Erfolg ist für mich kein fixer Zustand und kein Ziel, das man einmal erreicht und dann abhakt.
Erfolg bedeutet, beweglich zu bleiben – innerlich wie äußerlich.
Nicht höher, schneller, weiter – sondern stimmiger. 💚
[Harmondu]: Was war der größte Erfolg in deinem Leben – und was hat sich dadurch verändert?
Mein größter 😇Erfolg ist nicht messbar. Es ist meine Fähigkeit geworden, auch in unsicheren Phasen immer besser bei mir zu bleiben. Den Mut zu haben, scheinbar sichere Strukturen loszulassen und meiner inneren Führung zu folgen. Dadurch ist mein Leben nicht unbedingt einfacher geworden, aber es fühlt sich ehrlicher an.
[Harmondu]: Was waren die Ursachen für deinen größten Misserfolg und wie ist es dir gelungen, „wieder aufzustehen“?
Den größten — Superlativ grüßt den Dativ 😇
Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass es mir ein Lächeln auf die Lippen zaubert, wenn ich mit Worten spiele? 🥰 Zudem bin ich meisterhaft darin, mich selbst abzulenken.
Na gut, zurück zur Frage.
Ich habe lange geglaubt, ich sei gescheitert, wenn Dinge nicht so liefen wie geplant oder gewollt. Egal ob das eine kleine oder große Sache war. Das Gefühl war stets das gleiche.
Heute weiß ich: Das Gefühl des Scheiterns entstand meist dann, wenn ich im Widerstand war – gegen Veränderungen, gegen Umwege, gegen das Tempo des Lebens.
Aufgestanden und drangeblieben bin ich nicht durch noch mehr Anstrengung, sondern durch Loslassen. Durch das Erkennen, dass sich alles neu ordnet, wenn ich aufhöre, etwas erzwingen zu wollen oder dagegen anzukämpfen.
[Harmondu]: Was war rückblickend der wichtigste Schlüssel zu deinem Erfolg?
Eh schon wissen – wichtigste 😅😇🤣
Ein wesentlicher Schlüssel war für mich, das Scheitern neu zu definieren.
Nicht als Ende, sondern als Übergang.
Nicht als persönliches Versagen, sondern als Einladung zur Neuordnung.
PRObleme sind FÜR mich – sie halten ein Geschenk bereit, und ich entscheide, ob ich es annehme.
Diese Haltung hat mir erlaubt, mutige Entscheidungen zu treffen – auch dann, wenn der nächste Schritt noch nicht klar war.
Außerdem habe ich mir die Erlaubnis erteilt, immer wieder neu entscheiden zu dürfen und das bringt eine ordentliche Portion Leichtigkeit mit sich.
[Harmondu]: Wie gehst du mit Rückschlägen, Zweifeln oder inneren Blockaden um?
✅ Ich nehme sie ernst – aber nicht mehr persönlich. Wenn Zweifel auftauchen, frage ich mich nicht: „Was mache ich falsch?“, sondern: „Was will sich gerade zeigen?“
✅ Rückschläge sehe ich heute als Zeichen dafür, dass etwas in Bewegung ist. Wenn scheinbar etwas zusammenbricht, wird nur gerade etwas neu angeordnet. Und meistens war es dann rückblickend gesehen wieder notwendig, damit ich weiterkam.
✅ Blockaden begegne ich so: Umdenken und Perspektive wechseln, Hilfe holen – falls ich mich alleine weiter im Kreis drehe – oder irgendwann lächelnd erkennen: Das ist gar nicht mein Zirkus.
[Harmondu]: Was ist für dich ein erfülltes Leben?
Ein erfülltes Leben heißt für mich: Familie, Freunde, Gesundheit, ein Wohlführeich names zuhause, Abenteuer nah und fern, echte Emotionen – und ein herzhaftes Lachen über das eigene Chaos. 💚
[Harmondu]: Welche Gewohnheit, Denkweise oder welchen Glaubenssatz hast du bewusst verändert – und wie ist dir das gelungen?
Den Glaubenssatz, dass Stabilität bedeutet, alles im Griff zu haben.
Heute weiß ich: Stabilität entsteht durch innere Beweglichkeit.
Die einzige Konstante ist die Veränderung – und genau darin liegt für mich Sicherheit. 💡
[Harmondu]: Welche Situation hat dich zuletzt wirklich berührt oder inspiriert?
Aktuell prägend ist unsere erst kürzliche 37-tägige Reise als Familie durch Thailand. 🌍🎒Sie hat meinen Blick auf Zeit, Lernen, Finanzen, Familie und Erfolg grundlegend geweitet. Sie hat mir gezeigt, dass Entwicklung nicht nur durch Krise entsteht, sondern auch durch Weite, Vertrauen und gelebte Verbundenheit.🫶