Harmondu Business Club

Das Erfolgsinterview mit
Judith Waldschütz

Geschichten, die Kraft geben. Wege, die Mut machen. Menschen, die bewegen.

judith waldschütz
Wenn’s nicht leicht geht, dann lass es!

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Judith Waldschütz

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Judith Waldschütz

Das Erfolgsinterview mit Judith Waldschütz

[Harmondu]: Erzähle uns, wer du bist – beruflich wie persönlich. 
Woher kommst du?

Mein Name ist Judith Waldschütz. Geboren und aufgewachsen bin ich in Krems an der Donau. Nach erfolgreicher Aufnahmeprüfung zum Konzertfach Blockflöte und dem Kontrabass Studium Musikpädagogik bin ich nach Wien gezogen. Seither pendle ich einmal die Woche zwischen der Musikschule Krems, meinen Bienen und dem Wiener Kabinett Orchester hin und her.

[Harmondu]: Gab es einen Moment in deinem Leben, der wirklich alles verändert hat?

Nein, EINEN Moment kann ich nicht benennen – aber einige die sooo wichtig waren, dass sie bis heute mein Leben beeinflussen.

Als ich das erste Mal bei der Honigernte geholfen habe, wars um mich geschehen – angefixt und schwer verliebt in die Imkerei (das ist jetzt 9 Jahre her)

und als ich die senseXperience Methode kennengelernt habe: eine Coachingform die alle mir so wichtigen Sinneserfahrungen einbezieht. Damit war plötzlich meine Richtung klar und ich konnte endlich Frieden mit der Vergangenheit machen.

[Harmondu]: Was bedeutet für dich Verantwortung – gegenüber dir selbst, anderen und der Welt?

Verantwortung übernehmen heißt für mich zu jeder Zeit und an jedem Ort 100% zu dem zu stehen was ich gesagt, getan oder eben nicht getan habe.

[Harmondu]: Welche Werte sind dir – beruflich wie privat – besonders wichtig?

Ethisches Handeln ist mir ein wirklich wichtiger Grundwert. Dabei geht es aber nicht um Moral sondern um Nachhaltigkeit – wie viel Schaden richte ich mit meiner Tat bei mir selbst und anderen an – oder eben nicht…

[Harmondu]: Gibt es Kraftorte oder Situationen, die dir helfen, deine Batterien aufzuladen?

Alle Standorte an denen meine Bienenvölker zu Hause sind, sind für mich Kraftorte. Niemals würde ich Bienen an Plätzen aufstellen, die irgendwie komische Stimmung machen.

Der schönste Ort von allen ist mein privater Garten – mit einem Holzhäuschen das in Mozarts Geburtsjahr (also 1756) gebaut wurde. Dieses Holz atmet Geschichte und ist für mich und meinen Mann der bester Ort für „Holztherapie“. Nichts müssen- einfach nur sein – sitzen und dem Gras beim Wachsen zuhören…

[Harmondu]: Was bedeutet für dich Glück – jenseits von Leistung, Erfolg oder Besitz?

Frieden mit mir selbst zu haben – dann bin ich auch in der Lage Frieden mit dem Außen zu machen.

[Harmondu]: Welche Rolle spielen Achtsamkeit, Spiritualität oder innere Ruhe in deinem Alltag?

Eine sehr große – denn mit Hektik braucht man weder zu den Bienen gehen, noch eine Unterrichtsstunde zu beginnen noch eine Bühne zu betreten.

Bienen reagieren unglaublich auf die Stimmungen der Menschen. Dies hat mich wirklich Achtsamkeit gelehrt – denn jeder Bienenstich könnte auch tödlich sein – für die Biene selbst ist er das ja auf jeden Fall – und das gilt es zu vermeiden.

 

[Harmondu]: Welchen Rat gibst du jungen Menschen, die gerade ihren eigenen Weg suchen?

Sich selbst zu finden – das ist so leicht gesagt und so schwer getan. Aber in der Musikschule begleite ich täglich junge Menschen auf diesem Weg. Der wichtigste und erste Schritt: weg von den sozialen Medien und allen anderen die etwas vorgeben. Was wenn du schon alles hast und bist was du brauchst – nur noch nicht entdeckt hast was das ist? – was weiß denn ein Anderer darüber, wer du wirklich bist oder sein willst?

[Harmondu]: Was war der größte Erfolg in deinem Leben – und was hat sich dadurch verändert?

Mit mir selbst Freundschaft zu schließen. Es gab Zeiten da habe ich mich selbst einfach nicht ausgehalten – das zeigte sich im Außen mit reger Tätigkeit und permanenter Unzufriedenheit – bis zum totalen Burn-out.

Am Tag meiner größten Verzweiflung läutete ein Musikerkollege bei mir an der Tür und zeigte mir ein paar Übungen die er auf einem Seminar gelernt hatte -… in jener Nacht habe ich das erste Mal seit langem wieder durchgeschlafen und überhaupt eine Lebensperspektive gesehen. Quasi mein zweiter Geburtstag- und seither gehts bergauf 🙂

 

[Harmondu]: Was war rückblickend der wichtigste Schlüssel zu deinem Erfolg?

Mir selber treu zu bleiben. Zuerst herausfinden wer und was bin ich eigentlich und wofür kann ich zu jeder Tages und Nachtzeit einstehen – und dann diesen Weg weiter zu gehen.

Seit ich aufgehört habe so sein zu wollen, wie die sozialen Medien einen erfolgreichen Menschen definieren – mit allen: Tu dies, lass das, sei so und der Erfolg stellt sich von selbst ein — stellt sich der Erfolg von selbst ein 🙂

[Harmondu]: Was ist für dich ein erfülltes Leben?

Jeden Tag das tun zu dürfen, was mir selbst auch Freude bereitet (inklusive Steuererklärung)

[Harmondu]: Welche Gewohnheit, Denkweise oder welchen Glaubenssatz hast du bewusst verändert – und wie ist dir das gelungen?

Den Glaubenssatz „Ich bin nicht genug“.

Mit den Methoden der senseXperience ist es mir gelungen diesen Satz umzudrehen. Ich bin nicht nur genug – sondern noch viel mehr und darüber hinaus und dahinter und darunter – und jede/r darf daran teilhaben – ich habe genau das zu geben was ich habe – wer das nicht braucht oder möchte, kann auch gerne wo anders hingehen…

[Harmondu]: Welche Situation hat dich zuletzt wirklich berührt oder inspiriert?

Wenn das Wiener Kabinett Orchester spielt und zum Teil schwer beeinträchtigte Menschen ihre Spasmen verlieren, sich plötzlich an ganze Lieder Texte mit einigen Strophen erinnern, mitsingen und sich bewegen wo zuvor nur Starre war – dann weiß ich wieder, wie beschenkt ich bin im Leben – und dass es auch ein Auftrag ist, mit einem gesunden Körper und unserer Musik Freude zu verbreiten!

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