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Harmondu Business Club
Das Erfolgsinterview mit
Alexandra Petko
Geschichten, die Kraft geben. Wege, die Mut machen. Menschen, die bewegen.
Nichts geschieht ohne Grund“
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Das Erfolgsinterview mit Alexandra Petko
[Harmondu]: Wer bist du, woher kommst du und was hat dich zu dem Menschen gemacht, der du heute bist?
Ich bin Alexandra, 1975 geboren und lebe im fränkischen Höchstadt zwischen Nürnberg und Würzburg. Frau, Mama, Oma, Hundemensch und leidenschaftliche Unternehmerin seit 2009.
Ich bin eine Frau auf dem Weg zu mir selbst. Lange Zeit habe ich wie viele Menschen nach Antworten im Außen gesucht – in Erfahrungen, Beziehungen, Erfolgen und neuen Zielen. Doch immer wieder führte mich das Leben zurück zu derselben Frage: Wer bin ich wirklich, wenn all die Rollen und Erwartungen wegfallen?
Ich komme aus meiner Geschichte, aus allem, was ich erlebt, gelernt, verloren und gewonnen habe. Ich komme aus Momenten der Freude und aus Zeiten der Herausforderung. Jede Begegnung, jede Entscheidung und jede Erfahrung hat Spuren hinterlassen und mich geformt.
Was hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin?
Es waren nicht nur die guten Zeiten. Oft waren es gerade die Momente des Zweifelns, des Suchens und des inneren Ringens, die mich wachsen ließen. Sie haben mich gelehrt, genauer hinzuschauen, bewusster zu leben und tiefer zu fühlen.
Heute weiß ich: Mein Weg besteht nicht darin, jemand anderes zu werden. Mein Weg besteht darin, immer mehr die zu sein, die ich in Wahrheit bin.
Ich lerne, Masken abzulegen, die nicht mehr zu mir gehören. Ich lerne, meiner inneren Stimme zu vertrauen. Ich lerne, dass Frieden nicht entsteht, wenn ich alles kontrolliere, sondern wenn ich mich dem Leben öffne.
Ich bin nicht am Ende meines Weges angekommen. Ich bin unterwegs. Neugierig. Wach. Lernend.
[Harmondu]: In welcher Branche bist du tätig, was machst du konkret und was treibt dich täglich an?
Ich begleite Menschen in Phasen der Veränderung und der persönlichen Entwicklung. Meine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Bewusstseinsentwicklung, Selbsterforschung, Coaching und tiefgehender innerer Transformation.
Konkret unterstütze ich Menschen dabei, sich selbst bewusster zu begegnen, alte Muster zu erkennen, innere Blockaden zu lösen und wieder in Verbindung mit ihrer eigenen Wahrheit und Kraft zu kommen. Dabei arbeite ich sowohl mit Einzelpersonen als auch mit Gruppen und schaffe Räume, in denen echte Begegnung, Wachstum und Veränderung möglich werden.
Was mich täglich antreibt, ist die Überzeugung, dass jeder Mensch bereits alles in sich trägt, was er für ein erfülltes Leben braucht. Oft sind es nur die Konditionierungen, Ängste oder inneren Geschichten, die den Blick darauf verdecken.
Es erfüllt mich, Menschen dabei zu begleiten, sich selbst wiederzufinden, ihre innere Stimme wahrzunehmen und den Mut zu entwickeln, ihren eigenen Weg zu gehen. Zu erleben, wie Klarheit entsteht, wie sich Herzen öffnen und wie Menschen wieder Zugang zu ihrer Lebendigkeit finden, ist für mich mehr als ein Beruf – es ist meine Berufung.
Meine Arbeit basiert auf Achtsamkeit, Echtheit, Bewusstheit und der tiefen Wertschätzung für den individuellen Weg jedes Menschen. Ich sehe mich dabei nicht als jemand, der Antworten vorgibt, sondern als Begleiterin, die Menschen dabei unterstützt, ihre eigenen Antworten zu entdecken.
[Harmondu]: Gab es einen Moment in deinem Leben, der alles verändert hat? Was ist passiert und was hat sich dadurch für dich verändert?
Wenn ich ehrlich bin, begann meine Reise nicht erst im Erwachsenenalter. Sie begann bereits mit meiner Zeugung.
Ich war nicht geplant. Meine Eltern waren minderjährig. Schon sehr früh entwickelte ich die Überzeugung, dass ich etwas leisten muss, um geliebt zu werden. Ich wollte gefallen, gut sein, niemandem zur Last fallen. Lange Zeit bestimmte dieses Muster mein Leben.
Der erste große Wendepunkt kam mit 27 Jahren.
Nach meiner Scheidung stand ich plötzlich als alleinerziehende Mutter da. Teilzeitjob, Existenzängste, Verantwortung für meine Tochter und die Frage: Wie soll das alles gehen?
Damals traf ich eine Entscheidung, die mein Leben veränderte:
Es wird uns gut gehen.
Nicht, weil ich wusste, wie, sondern weil ich wusste, dass Aufgeben keine Option war.
In dieser Zeit entdeckte ich Kräfte in mir, von denen ich nicht wusste, dass sie existieren. Ich lernte, über meine vermeintlichen Grenzen hinauszugehen und Verantwortung für mein Leben zu übernehmen.
Der nächste tiefe Einschnitt war der Verlust meines Sternenkindes.
Dieser Moment riss mir den Boden unter den Füßen weg. Viele Sicherheiten, Vorstellungen und Gewissheiten zerbrachen. Es war eine Erfahrung, die mich mit Schmerz, Ohnmacht und den großen Fragen des Lebens konfrontierte.
Später baute ich ein Gesundheitszentrum auf – mit Leidenschaft, Hingabe und dem Wunsch, etwas Sinnvolles für Menschen zu schaffen. Doch auch dort warteten Herausforderungen auf mich. Ein Schlaganfall und ein Koma veränderten erneut meine Sicht auf das Leben. Plötzlich wurde mir bewusst, wie fragil alles sein kann und wie wertvoll jeder einzelne Moment ist.
Zehn Jahre später folgte der nächste Wendepunkt.
Ich war Teil einer Business-Kooperation, in die ich mein ganzes Herzblut investiert hatte. Über Nacht wurde diese Zusammenarbeit per SMS beendet. Von einem Moment auf den anderen stand ich vor dem Existenzabgrund.
Zwei Kinder. Geschäftsräume. Wohnraum. Finanzamt. Verantwortung.
Ich war in Gedanken dabei, mein Leben zu beenden. Ich sah keinen Ausweg.
Und wieder dieselbe Frage:
Wie geht es weiter?
Heute bin ich dankbar für jeden dieser Wendepunkte.
Nicht, weil ich mir diese Erfahrungen gewünscht hätte, sondern weil sie mich gelehrt haben, dass es immer eine Lösung gibt – auch wenn man sie gerade noch nicht sehen kann.
Ich habe gelernt, dass der Blick zurück uns oft bindet, während das Leben uns einlädt, weiterzugehen.
Jeder Umbruch, jeder Verlust und jede Herausforderung hat etwas in mir wachsen lassen. Meine innere Stärke wurde größer als meine Ängste. Mein Minderwertgefühl verwandelte sich Schritt für Schritt in Selbstvertrauen.
Heute bin ich nicht die Frau trotz dieser Erfahrungen.
Ich bin die Frau durch diese Erfahrungen.
Und jeder Wendepunkt hat mich ein Stück näher zu der Frau gebracht, die ich heute bin – und die ich bewusst sein möchte.
[Harmondu]: Was war dein größter Rückschlag und was hat dir geholfen, wieder aufzustehen?
Mein größter Rückschlag war der Moment, als meine Existenz bedroht war.
Ich hatte über Jahre hinweg mein Herzblut, meine Energie, meine Zeit und meine Leidenschaft in eine Business-Kooperation investiert. Ich glaubte an die gemeinsame Vision. Ich gab alles.
Und dann war es plötzlich vorbei.
Eine Nachricht. Ein Augenblick. Und das, worauf ich gebaut hatte, war weg.
Nicht nur ein Geschäft. Nicht nur eine Zusammenarbeit.
Ein Teil meiner Sicherheit, meiner Zukunftspläne und meiner Identität brach zusammen.
Ich stand da zwischenzeitlich mit zwei Kindern, laufenden Kosten, Wohn- und Geschäftsräumen und der Frage, die vermutlich viele Menschen kennen:
Wie soll es jetzt weitergehen?
Ich hatte mein Leben lang gelernt, stark zu sein. Zu funktionieren. Lösungen zu finden. Für andere da zu sein.
Doch diesmal musste ich etwas lernen, das für mich viel schwerer war:
Hilfe anzunehmen.
Ich musste Menschen um Unterstützung bitten.
Ich musste akzeptieren, dass ich nicht alles allein schaffen kann.
Ich musste mich von vielem lösen, was ich vorher für selbstverständlich gehalten hatte. Von Komfort. Von Sicherheit. Von Vorstellungen darüber, wie mein Leben aussehen sollte.
Und ich entdeckte etwas Erstaunliches:
Dass es mit weniger auch geht.
Dass mein Wert nicht von meinem Kontostand abhängt.
Dass wahre Stärke nicht bedeutet, alles allein zu tragen.
Sondern sich tragen zu lassen, wenn man selbst nicht mehr kann.
In dieser Zeit wurde ich gesehen.
Von Menschen, die an mich glaubten.
Von Menschen, die mich unterstützten.
Und vor allem von meinem jetzigen Mann. Zu der Zeit waren wir kurz zusammen.
Er hat mich getragen, als ich selbst kaum noch Kraft hatte.
Und ich durfte lernen, das anzunehmen.
Nicht aus Schwäche.
Sondern aus Vertrauen.
Leicht war dieser Weg nicht.
Aber heute weiß ich:
Manchmal besteht die größte Stärke nicht darin, weiterzukämpfen.
Manchmal besteht sie darin, die Hand anzunehmen, die dir gereicht wird.
Diese Erfahrung hat mich verändert.
Sie hat mir gezeigt, dass ich nicht alles kontrollieren muss.
Dass das Leben auch dann weitergeht, wenn scheinbar alles zusammenbricht.
Und dass ich für all das, was ich über viele Jahre gegeben habe, auch empfangen darf.
Heute weiß ich:
Wahre Stärke entsteht nicht dadurch, dass wir niemals fallen.
Wahre Stärke entsteht, wenn wir uns erlauben, wieder aufzustehen – und dabei die Unterstützung anzunehmen, die das Leben uns schenkt.
[Harmondu]: Welche Werte leiten dich beruflich wie persönlich und wie lebst du diese im Alltag?
Die Werte, die mich beruflich wie persönlich leiten, sind Echtheit, Bewusstheit, Verantwortung, Mitgefühl und Vertrauen.
Echtheit bedeutet für mich, mich nicht hinter Rollen oder Erwartungen zu verstecken. Ich möchte Menschen nicht zeigen, wie perfekt mein Leben ist, sondern wie menschlich es ist. Ich glaube, dass echte Verbindung dort entsteht, wo wir den Mut haben, authentisch zu sein.
Bewusstheit ist für mich die Grundlage von Veränderung. Erst wenn ich erkenne, was in mir wirkt, welche Gedanken mich lenken und welche Muster mein Handeln bestimmen, kann ich bewusste Entscheidungen treffen. Deshalb beginne ich immer bei mir selbst.
Verantwortung bedeutet für mich, nicht die Umstände oder andere Menschen für mein Leben verantwortlich zu machen. Natürlich gibt es Herausforderungen und Schicksalsschläge. Doch ich habe gelernt, dass ich immer die Wahl habe, wie ich ihnen begegne.
Mitgefühl bedeutet, Menschen in ihrer Geschichte zu sehen, ohne sie darauf zu reduzieren. Jeder Mensch trägt Kämpfe in sich, die von außen oft nicht sichtbar sind. Deshalb versuche ich, mit offenem Herzen statt mit schnellen Urteilen zu begegnen.
Vertrauen ist vielleicht der Wert, der über die Jahre am meisten gewachsen ist. Vertrauen in das Leben. Vertrauen in den eigenen Weg. Und Vertrauen darauf, dass selbst schwierige Erfahrungen einen Sinn entfalten können, auch wenn wir ihn zunächst nicht erkennen.
Im Alltag lebe ich diese Werte nicht durch große Worte, sondern durch kleine Entscheidungen. Indem ich ehrlich bin, auch wenn es unbequem ist. Indem ich zuhöre, statt sofort zu bewerten. Indem ich Verantwortung für mein Denken und Handeln übernehme. Indem ich Menschen auf Augenhöhe begegne und ihnen Raum für ihren eigenen Weg lasse.
Die Balance zu halten zwischen TUN und Nichts-Tun ist mein Nordstern.
[Harmondu]: Was bedeutet Erfolg für dich persönlich und was war der wichtigste Schlüssel auf deinem Weg dorthin?
Früher habe ich Erfolg vor allem an Leistung, Sicherheit und dem gemessen, was ich erreicht habe. Heute bedeutet Erfolg für mich, im Einklang mit mir selbst zu leben und das zu tun, was ich wirklich liebe.
Ich habe gelernt, dass Erfolg nicht darin besteht, niemals zu fallen, sondern immer wieder aufzustehen und dem eigenen Weg zu vertrauen.
Der wichtigste Schlüssel war für mich, Verantwortung für mein Leben zu übernehmen und auch in schwierigen Zeiten den Blick nach vorne zu richten.
Finanzieller Erfolg gehört für mich dazu. Ich liebe Geld und ich genieße schöne Dinge. Gleichzeitig habe ich die Erfahrung gemacht, dass Fülle für mich aus dem entsteht, was ich mit Herz, Leidenschaft und Liebe tue. Wenn ich meiner Berufung folge und echten Mehrwert schaffe, darf die materielle Ebene ganz natürlich folgen.
Heute ist Erfolg für mich die Verbindung aus innerer Erfüllung, persönlicher Freiheit und der Möglichkeit, ein Leben zu gestalten, das ich liebe.
[Harmondu]: Wie findest du Balance zwischen Arbeit, Familie und dir selbst und wer oder was inspiriert dich dabei?
Ich betrachte Arbeit, Familie und mich selbst nicht als getrennte Bereiche. Ich bin all das. Mein Leben ist kein ständiger Balanceakt zwischen verschiedenen Welten, sondern ein Ganzes, das miteinander verbunden ist.
Was mir hilft, ist Achtsamkeit. Immer wieder wahrzunehmen, was gerade jetzt wichtig ist und was dieser Moment von mir braucht. Manchmal ist es meine Arbeit, manchmal meine Familie und manchmal die bewusste Zeit mit mir selbst.
Eine meiner größten Inspirationen ist mein Enkel. Kinder erinnern uns daran, wie man im Augenblick lebt. Sie beschäftigen sich nicht mit gestern oder morgen – sie sind ganz im Hier und Jetzt. Das berührt und inspiriert mich immer wieder.
Gleichzeitig liebe ich die Stille. Ruhe ist für mich kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Deshalb sorge ich bewusst dafür, mir Zeiten des Rückzugs zu nehmen. In der Stille finde ich Klarheit, neue Kraft und die Verbindung zu mir selbst.
Balance bedeutet für mich nicht, allem gleich viel Zeit zu geben. Balance bedeutet, präsent zu sein für das, was gerade gelebt werden möchte.
[Harmondu]: Welche Botschaft möchtest du Menschen mitgeben, die dich und deine Geschichte noch nicht kennen?
Wenn ich eines auf meinem Weg gelernt habe, dann dies:
Egal, wie herausfordernd das Leben gerade erscheint – es gibt immer einen nächsten Schritt und immer eine Möglichkeit, weiterzugehen.
Wir müssen nicht perfekt sein. Wir müssen nicht alles wissen. Und wir müssen nicht alles allein schaffen.
Viele Menschen verbringen ihr Leben damit, sich an Vergangenem festzuhalten oder darauf zu warten, dass sich die Umstände ändern. Doch das Leben findet genau jetzt statt.
Meine Botschaft ist: Vertraue dir selbst. Vertraue deinem Weg. Auch dann, wenn du ihn noch nicht vollständig erkennen kannst.
Jeder Wendepunkt, jede Krise und jede Herausforderung trägt die Möglichkeit in sich, dich näher zu dir selbst zu führen.
Und vielleicht ist die wichtigste Erkenntnis:
Du musst nichts werden.
Du darfst immer mehr die Person sein, die du in Wahrheit bereits bist.
[Harmondu]: Was bewegt dich gerade und worauf darf man bei dir in Zukunft gespannt sein?
Was mich gerade bewegt, ist die Frage, wie wir Menschen wieder mehr bei uns selbst ankommen können – in einer Zeit, die oft von Geschwindigkeit, Ablenkung und äußeren Erwartungen geprägt ist.
Ich spüre mehr denn je den Wunsch, Räume zu schaffen, in denen echte Begegnung, Bewusstheit und persönliche Entwicklung möglich sind. Räume, in denen Menschen sich erinnern dürfen, wer sie wirklich sind – jenseits von Rollen, Leistung und Funktionieren.
Für die Zukunft darf man gespannt sein auf neue Formate, tiefgehende Gruppenprozesse, Ausbildungen, Kurse, Workshops und inspirierende Vorträge und Projekte, die Menschen miteinander verbinden und in ihre eigene Kraft führen. Unser gegründeter Petko Innovation Campus – Ort der Begegnung – wird belebt werden.
Gleichzeitig geht es für mich nicht darum, immer größer zu werden, sondern immer echter. Ich möchte weiterhin das Leben und weitergeben, was mich selbst trägt: Bewusstheit, Menschlichkeit, Tiefe und Vertrauen ins Leben.
Und wenn ich einen Wunsch für die Zukunft habe, dann diesen:
Noch mehr Menschen dabei begleiten zu dürfen, aus dem bloßen Überleben ins bewusste Leben zu finden. Kooperationen auf Augenhöhe, um Großes zu bewegen. Ich habe keine Lust mehr, Einzelkämpfer zu sein. Gemeinsames Bewegen gehört zu meiner Vision.
[Harmondu]: Welche Auszeichnungen oder besonderen Anerkennungen hast du in deinem Leben erhalten, auf die du besonders stolz bist?
Natürlich freue ich mich über jede Form der Anerkennung als Mensch/Frau/Tochter/Mama/Freundin, auch für meine Arbeit. Doch wenn ich ehrlich bin, sind es nicht Urkunden, Titel oder Auszeichnungen, auf die ich am meisten stolz bin. Davon habe ich 25 Jahre genug gesammelt, die Papier sind. Die Erfahrungen daraus sind mir wert.
Die größte Anerkennung sind für mich die Menschen, deren Leben ich begleiten und berühren durfte.
Wenn Menschen nach Jahren zurückkommen und sagen: „Damals hat sich durch unsere Begegnung etwas in meinem Leben verändert.“ Wenn Teilnehmerinnen und Teilnehmer/Klienten den Mut finden, ihren eigenen Weg zu gehen. Wenn Vertrauen entsteht, wo vorher Angst war. Dann ist das für mich die wertvollste Auszeichnung.
Besonders stolz bin ich auf meinen eigenen Weg. Auf die Momente, in denen ich trotz Rückschlägen weitergegangen bin. Auf die Kraft, immer wieder neu anzufangen.
Die größte Anerkennung ist für mich jedoch, heute ein Leben zu führen, das meinen Werten entspricht, und die Frau geworden zu sein, die ich früher so dringend gebraucht hätte.
Darauf bin ich von Herzen stolz.
Mein größter Stolz gehört meinen Töchtern. Ich darf zusehen, wie sie in ihr Leben treten und es bewusst gestalten. Weil ich hier Inspiration sein durfte. Ganzheitlich. Spirituell und fühlend zu leben.
[Harmondu]: Was magst du gar nicht und wofür stehst du auf?
Was ich gar nicht mag, sind Unehrlichkeit, Manipulation und Menschen, die bewusst Macht, Angst, Schuld oder Abhängigkeit erzeugen, um andere zu lenken. Ebenso wenig mag ich Opferdenken.
Ich glaube an Klarheit statt Drama, an Lösungen statt Schuldzuweisungen und an Verantwortung statt Ausreden.
Das bedeutet nicht, dass das Leben immer leicht ist. Aber ich bin überzeugt, dass wir mehr Einfluss auf unser Leben haben, als wir oft glauben.
Ich stehe auf, wenn jemand bloßgestellt wird. Ich habe es selbst erlebt. Vor 50 Menschen gedemütigt worden zu sein. Aus Angst blieb ich still. Diese Angst ist transformiert und ich würde dafür für jemanden aufstehen – ich könnte dabei nicht mehr still sein und zusehen.