Die häufigsten Einrichtungsfehler – und wie du sie vermeidest

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Verfasst von: Kerstin Helbig
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Inhaltsverzeichnis

Dein Zuhause – ein kuschliger Wohlfühlort, deine Insel des Ankommens und Aufatmens nach einem langen und hektischen Tag. Die Wohnung sollte nicht nur praktisch sein, sondern auch gemütlich und viel von deiner eigenen Persönlichkeit ausstrahlen und Lieblingsfarben, Lieblingsstücke und Wohntrends inkludieren. Dabei unterlaufen uns oft Fehler, weil wir einfach zu viel wollen und dabei die Größe des Raumes nicht berücksichtigen. Anstatt die Räume zu überladen, ist weniger oft mehr. Vermeide Einrichtungsfehler und finde zu einem harmonischen Wohnkonzept, wo du deine eigenen Wohnideen stimmig umsetzen kannst. Unabhängig vom eigenen Geschmack sind einige Interior Design Grundlagen zu berücksichtigen. Damit schaffst du die Basis, typische Wohnfehler zu vermeiden und deinen eigenen Wohnstil zu finden. Unsere Einrichtungstipps für zuhause lassen sich einfach umsetzen und schaffen positive und nachhaltige Veränderungen.

Welche Einrichtungsfehler passieren am häufigsten?

Du möchtest etwas an deiner Einrichtung verbessern? Dabei fragst du dich, welche Einrichtungsfehler am häufigsten passieren und wie du Räume harmonisch gestalten kannst und du dich in deinen Vierwänden einfach wohler fühlst?

Wir möchten dir einige häufige Fehler beim Einrichten nennen.

Viel Stil – wenig Persönlichkeit

Praktisches Einrichten steht bei vielen Menschen im Vordergrund. Sie halten sich an einen bestimmten Stil. Am Ende ergibt sich zwar ein stimmiges Bild, aber es fehlen wichtige Punkte, die eine Wohnung erst zu einem Zuhause machen, nämlich Charme und Charakter. Niemand möchte in einer Musterwohnung aus dem Katalog leben. Zeige daher mehr Persönlichkeit und finde deinen individuellen Wohnstil.

Trendsetter kommen nicht zur Ruhe

Als Einrichtungsfehler lässt sich auch bezeichnen, wenn sich Menschen permanent für neue Wohntrends begeistern. Dabei wird man nur schwer den eigenen Wohnstil finden. Trendige Möbel, Accessoires und Dekorationen kommen oft viel zu schnell aus der Mode. Dann heißt es erneut Möbel kaufen, Deko anpassen und Tapeten erneuern.

Falsche Beleuchtung

Wer sich in seinem Zuhause wohlfühlen will, muss das Licht richtig einsetzen. Eine funktionale Lichtquelle reicht dabei nicht aus. Die Lichtverhältnisse im Raum beeinflussen maßgeblich die Stimmung. Eine Neonröhre im Wohnzimmer kann keine gemütliche Atmosphäre erzeugen. Willst du ein gemütliches Zuhause schaffen, musst du mehrere Lichtquellen gekonnt anordnen.

Es fehlt an Stauraum

Wer Wohnkonzepte für Anfänger erfolgreich umsetzt und sich am Ende trotzdem nicht wohlfühlt, hat einen entscheidenden Einrichtungsfehler begangen. Herrscht im Raum Chaos, weil Dinge wild herumliegen, wird die gewünschte Optik empfindlich gestört. Du musst nicht nur die Möbel richtig platzieren, sondern auch ausreichend Stauraum schaffen, damit der Raum ruhig und einladend wirkt.

Welche Farben passen eigentlich zusammen?

Damit der Raum einladend wirkt, musst du die Farben richtig kombinieren. Am wenigsten falsch machen kannst du mit neutralen Farben. Weiße Wände wirken clean, aber auch schnell langweilig. Willst du kleine Räume optimal nutzen, sind helle Farben die bessere Wahl. Das Zimmer wirkt dann größer und offener.

Für ein stimmiges Wohnkonzept sollten eine Hauptfarbe und bis zu zwei Nebenfarben vorhanden sein. Eine gute Orientierung bietet dir der Farbkreis. Farben, die nebeneinander liegen, passen besonders gut zusammen. Gelb und Orange oder Blau und Lila sind zum Beispiel harmonische Farbverbindungen. Möchtest du stärkere Kontraste erzielen, entscheidest du dich für Komplementärfarben, die sich auf dem Farbkreis gegenüberliegen. Beispiele für Komplementärfarben wären Blau und Orange oder Gelb und Lila.

Farben besitzen bestimmte Wirkungen und können die Stimmung im Raum beeinflussen.

  • Wohnzimmer: Für eine gemütliche Atmosphäre sorgen Kombinationen aus Erdfarben und Grüntönen.
  • Schlafzimmer: Im Schlafzimmer kommst du schnell zur Ruhe, wenn du neutrale Farben wie Braun oder Grau mit Blautönen kombinierst.
  • Esszimmer: Für eine anregende und kommunikative Atmosphäre können Gelb oder Orange sorgen.

Wie kann ich das Licht optimal einsetzen?

Wir haben bereits kurz über den Einfluss des Lichts auf die Raumgestaltung gesprochen. Wenn du eine Deckenlampe oder Pendelleuchte anbringst, ist der Raum zwar grundsätzlich hell, aber es kommt keine Wohlfühlstimmung auf. Erst mehrere gut durchdacht angeordnete Lampen geben dem Raum Struktur. Willst du Wohnideen richtig umsetzen, spiele mit Licht und Schatten und setzte bestimmte Bereiche im Zimmer individuell in Szene.

Ideal ist eine Kombination aus verschiedenen Beleuchtungsarten:

  • Hintergrundbeleuchtung: Das Deckenlicht sollte nicht zu präsent sein. Entscheidest du dich für dimmbare Lampen, kann die Helligkeit angepasst werden.
  • Indirektes Licht: Schaffst du durch Wandstrahler eine indirekte Beleuchtung, wirkt dies auf den Raum wie ein Weichzeichner. Wandstrahler werfen keine Schatten und das Zimmer ist in ein angenehmes Licht getaucht.
  • Arbeitsbeleuchtung: Es gibt Tätigkeiten, die geradezu nach Helligkeit verlangen. Am Schreibtisch, in der Leseecke oder über der Arbeitsplatte in der Küche, musst du für ausreichend Licht sorgen.
  • Akzentlicht: Mit dekorativen Leuchten und Strahlern kannst du Bilder, Pflanzen oder andere Dekoartikel, die dir besonders am Herzen liegen, punktuell beleuchten. Akzentleuchten schärfen den Blick fürs Detail und schaffen eine willkommene Belebung des Raumes.

Wie wird es in meiner Wohnung gemütlich?

Eine gemütliche Einrichtung lässt sich schaffen, wenn du einige der genannten Einrichtungsfehler vermeidest und auf warme Farben, stimmige Lichtquellen und eine übersichtliche Raumaufteilung setzt. Stimmungsvolle Akzente schaffst du mit Decken und Kissen, Zimmerpflanzen und Dekorationsartikeln aus Holz, Rattan und anderen Naturmaterialien.

Letztlich sollst du dich in deinem Zuhause wohl und angekommen fühlen. Ein echtes Zuhause verrät Besuchern, wer du bist. Du solltest Dekofehler vermeiden. Weniger ist auch hier mehr. Schmücke dein Zuhause mit Gegenständen, die dir etwas bedeuten. Fotos von lieben Menschen oder Mitbringsel aus den Ferien gehören dazu. Richtig individuell wird es, wenn du selbst kreativ wirst und deine eigenen Bilder, Handarbeiten oder Dekorationsartikel in der Wohnung platzierst.

Fazit

Die häufigsten Einrichtungsfehler lassen sich vermeiden, indem der Einrichtung selbst eine durchdachte Planung vorausgeht. Spontankäufe werden häufig bereut. Ein stimmiges Wohnkonzept entsteht durch die richtige Platzierung der Möbel, durch den Einsatz mehrerer Lichtquellen, den bewussten Umgang mit Farben und der Schaffung einer individuellen Wohnatmosphäre, die durch persönliche Einrichtungsgegenstände belebt wird. Wer ganz bei sich ist und seinen eigenen Wohnstil verfolgt und umsetzt, wird sich in seinem Zuhause auf Anhieb wohlfühlen und hat damit eigentlich schon gewonnen. Beschränkst du dich auf wenige, ausgewählte Dinge, wirst du feststellen, wie leicht das Leben sein kann und welcher Vorteil darin liegt, bei einem Umzug nicht nur die Straße oder die Stadt zu wechseln, sondern sich auch von unnötigem Ballast zu befreien.

Bild von Kerstin Helbig

Kerstin Helbig

Ich schreibe für Harmondu, weil ich die Themen lebe und meine Affinität und Begeisterung dafür gerne an dich, der du meinen Artikel gerade liest, weitergeben möchte.