Harmondu Business Club

Das Erfolgsinterview mit
Sonja Matthey

Geschichten, die Kraft geben. Wege, die Mut machen. Menschen, die bewegen.

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„Der Körper ist nicht unser Gegner. Er ist der ehrlichste Wegweiser zu dem Menschen, der wir wirklich sind.“

Persönlicher Steckbrief von:

Sonja Matthey

Geburtsdatum:

03.02.1957

Geboren in:

Zürich

Wohnort:

Grossmattstrasse 1, 8964 Rudolfstetten

Bundesland:

Aargau

Land:

Schweiz

Hobbys:

Sportliche Aktivitäten wie Radfahren, Wandern, Skifahren, Langlauf Kreativität wie Malen und Stricken, Lesen und selbst Bücher schreiben, Meditation, Persönlichkeitsentwicklung

Infos zum Business von:

Sonja Matthey

Unternehmen/Organisation:

Heilcoaching Sonja Matthey

Tätig in der Branche:

Coaching & Persönlichkeitsentwicklung

Position:

Selbständig

Das Erfolgsinterview mit Sonja Matthey

Hallo Sonja! Herzlich willkommen im Harmondu Business Club! Schön, dass du deine Geschichte mit uns teilst. Wir sind überzeugt, dass du damit viele Menschen inspirierst und bewegst.

[Harmondu]: Wer bist du, woher kommst du und was hat dich zu dem Menschen gemacht, der du heute bist?

Ich bin Sonja Matthey – Heilpraktikerin, Coach, Mentorin, Autorin und Entwicklerin des Körper-Kompasses. Seit fast 30 Jahren begleite ich Menschen auf ihrem Weg zu mehr Gesundheit, innerer Klarheit und Lebensfreude.

Mein eigener Lebensweg hat mich geprägt. Ich durfte viele schöne, tiefe Momente erleben, aber auch Herausforderungen, die mich wachsen ließen. Als alleinerziehende Mutter von drei Kindern habe ich gelernt, Verantwortung zu tragen, neue Wege zu finden und auch in schwierigen Zeiten das Vertrauen nicht zu verlieren.

Besonders geprägt haben mich zwei außergewöhnliche Lehrer: mein ältester Sohn und die Pferde. In der Arbeit mit Pferden durfte ich erfahren, wie ehrlich, klar und feinfühlig Kommunikation sein kann und wie sich dadurch Beziehungen vertiefen. Pferde spiegeln uns ohne Bewertung und zeigen uns oft mehr über uns selbst, als Worte es je könnten. Diese Fähigkeit, genau hinzusehen und dem zu vertrauen, was zwischen den Zeilen liegt, begleitet mich bis heute.

Mein Sohn, der die Diagnose Autismus erhielt, hat mir eine ganz besondere Sicht auf das Leben geschenkt. Für mich war er nie eine Diagnose, sondern von Anfang an ein außergewöhnlicher Mensch mit einer einzigartigen Wahrnehmung der Welt. Durch ihn habe ich gelernt, Menschen nicht nach Etiketten zu beurteilen, sondern ihre Individualität, ihre Stärken und ihre ganz eigene Art des Seins zu erkennen und wertzuschätzen.

In den vergangenen drei Jahrzehnten habe ich meine Erfahrung als Heilpraktikerin mit Coaching, Craniosacral-Therapie, pferdegestütztem Mentoring und meiner Intuition verbunden. Aus diesem Weg heraus entstanden mein Buch und mein begleitendes Workbook sowie schließlich der Körper-Kompass – eine Methode, die Menschen hilft, die Sprache ihres Körpers zu verstehen und den Ursachen ihrer Beschwerden auf den Grund zu gehen.

Heute ist es meine Herzensaufgabe, Menschen dabei zu begleiten, ihre Gesundheit, ihre innere Kraft und ihr Vertrauen zurückzugewinnen. Ich wünsche mir, dass sie sich wieder in ihrem Körper zu Hause fühlen, ihr Leben mit Freude und Leichtigkeit gestalten und den Mut finden, die beste Version ihrer selbst zu leben. Denn ich bin überzeugt: Unser Körper arbeitet nie gegen uns. Er zeigt uns den Weg zu einem Leben, das unserer wahren Natur entspricht – wenn wir lernen, seine Sprache zu verstehen.

[Harmondu]: In welcher Branche bist du tätig, was machst du konkret und was treibt dich täglich an?

Ich bin in der ganzheitlichen Gesundheits- und Persönlichkeitsentwicklung tätig. Als Heilpraktikerin, Coach, Mentorin und Autorin begleite ich seit fast 30 Jahren Menschen, die körperlich oder emotional an einem Punkt angekommen sind, an dem sie spüren: So kann es nicht weitergehen.

In meiner Arbeit verbinde ich fundiertes medizinisches Wissen mit Coaching, Craniosacral-Therapie, pferdegestütztem Mentoring und einem tiefen Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Körper, Emotionen und Lebensgeschichte. Aus dieser langjährigen Erfahrung ist der Körper-Kompass entstanden – eine Methode, die Menschen hilft, die Sprache ihres Körpers zu verstehen und die eigentlichen Ursachen ihrer Beschwerden zu erkennen.

Mich treibt die Vision an, dass Menschen nicht einfach nur funktionieren, sondern wirklich leben. Dass sie ihren Körper als Verbündeten verstehen, sich in ihrer Haut wieder wohlfühlen und den Mut finden, ihre höchste Identität authentisch zum Ausdruck zu bringen. Denn ich bin überzeugt: Jeder Mensch trägt bereits alles in sich, was er für ein erfülltes Leben braucht – manchmal braucht es nur jemanden, der hilft, den Weg dorthin wieder sichtbar zu machen.

[Harmondu]: Gab es einen Moment in deinem Leben, der alles verändert hat? Was ist passiert und was hat sich dadurch für dich verändert?

Wenn ich ehrlich bin, gab es nicht den einen Moment, der alles verändert hat. Es waren viele Erfahrungen, die mich Schritt für Schritt zu dem Menschen gemacht haben, der ich heute bin.

Die Verantwortung als alleinerziehende Mutter von drei Kindern hat mich gelehrt, auch in schwierigen Zeiten Lösungen zu finden und dem Leben zu vertrauen. Mein Sohn hat mir gezeigt, dass jeder Mensch seine eigene Art hat, die Welt wahrzunehmen, und dass wir Menschen niemals auf eine Diagnose reduzieren dürfen.

„Vielleicht begann meine eigentliche Reise aber auch schon viel früher, als ich damals ahnte. Und zwar war das eine Nahtoderfahrung. Sie hat meine Sicht auf das Leben tief verändert. Seitdem begleitet mich das Vertrauen, dass es mehr gibt, als wir mit unseren Augen sehen können. Dieses Vertrauen hat mich durch viele Herausforderungen getragen und prägt bis heute meine Arbeit mit Menschen.“

Die Arbeit mit Pferden hat meinen Blick nochmals verändert. Sie haben mich gelehrt, jenseits von Worten wahrzunehmen, ehrlich hinzuschauen und darauf zu vertrauen, was sich oft nicht erklären, aber tief spüren lässt.

Und schließlich waren es die Tausenden von Begegnungen mit Menschen in meiner Praxis. Immer wieder habe ich erlebt, dass Beschwerden oft nur die Spitze des Eisbergs sind. Hinter einem Symptom verbirgt sich häufig eine Geschichte, eine Überforderung, eine Enttäuschung oder ein Leben, das nicht mehr im Einklang mit dem eigenen Wesen steht.

Genau aus diesen Erfahrungen ist der Körper-Kompass entstanden. Nicht als theoretisches Konzept, sondern als Ergebnis von fast 30 Jahren Begleitung, Beobachtung und dem tiefen Vertrauen, dass unser Körper immer für uns arbeitet und uns den Weg zurück zu uns selbst zeigen möchte.

Heute weiß ich: Die größten Wendepunkte in unserem Leben sind oft nicht die lautesten. Sie entstehen dort, wo wir beginnen, dem Leben zuzuhören – und unserem Körper zu vertrauen.

[Harmondu]: Was war dein größter Rückschlag und was hat dir geholfen, wieder aufzustehen?

Es gab in meinem Leben mehrere schmerzhafte Wendepunkte. Einer der tiefsten war die Zeit, als ich spürte, dass mein Sohn die Welt anders wahrnimmt als andere Kinder. Damals gab es noch wenig Verständnis für Autismus und als Mutter stellte ich mir unzählige Fragen. Hätte ich etwas anders machen können? Habe ich versagt? Diese Schuldgefühle haben mich lange begleitet. Heute weiß ich, dass sie unbegründet waren. Mein Sohn hat mich gelehrt, Menschen nicht nach Diagnosen oder Erwartungen zu beurteilen, sondern ihre Einzigartigkeit zu sehen. Dafür bin ich ihm zutiefst dankbar.

Ein weiterer großer Einschnitt war das Zerbrechen meiner Ehe. Für mich war das kaum vorstellbar, denn wir galten als das Traumpaar. Erst später wurde mir bewusst, dass ein schönes Bild nach außen nicht automatisch bedeutet, dass zwei Menschen sich auch in der Tiefe wirklich begegnen. Diese Erkenntnis war schmerzhaft, aber sie hat mich wachsen lassen.

Was mir geholfen hat, wieder aufzustehen, war die Entscheidung, nicht in der Opferrolle zu bleiben, und dass jede Medaille zwei Seiten hat. Und, was ich auch gelernt habe, ist, nicht den ersten Eindruck einer Situation zu bewerten.
Des Weiteren habe ich gelernt, jeder Erfahrung mit Offenheit zu begegnen und zu fragen: „Oh! Was möchte mir das Leben zeigen? Ich habe Vertrauen entwickelt – nicht, weil immer alles leicht war, sondern weil ich immer wieder erleben durfte, dass gerade die schwierigsten Zeiten die größten Entwicklungsschritte ermöglicht haben.

Heute sehe ich Rückschläge nicht mehr als Ende eines Weges, sondern oft als Beginn eines neuen. Sie haben mich gelehrt, mit mehr Mitgefühl, mehr Tiefe und mehr Vertrauen auf Menschen zu schauen. Genau diese Haltung prägt heute meine Arbeit als Heilpraktikerin, Coach und Mentorin.

[Harmondu]: Welche Werte leiten dich beruflich wie persönlich und wie lebst du diese im Alltag?

Meine wichtigsten Werte sind Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit, Mitgefühl, Eigenverantwortung, Freiheit und Vertrauen.

Ich glaube daran, dass jeder Mensch die Fähigkeit in sich trägt, gesund, erfüllt und in Frieden mit sich selbst zu leben. Manchmal braucht es einfach jemanden, der hilft, die Zusammenhänge zu erkennen und den eigenen Weg wiederzufinden.

In meiner Arbeit begegne ich Menschen ohne Bewertung. Ich höre aufmerksam zu, nehme den ganzen Menschen wahr und suche nicht nur nach einer Lösung für ein Symptom, sondern nach den Ursachen dahinter, quasi nach den Wurzeln. Dabei ist mir wichtig, nichts zu versprechen, was ich nicht halten kann, und offen zu sagen, wenn ich etwas nicht weiß.

Eigenverantwortung bedeutet für mich nicht, Menschen mit ihrer Situation allein zu lassen. Im Gegenteil: Ich begleite sie so, dass sie ihre eigene Kraft und ihre Selbstheilungskompetenz wieder entdecken und ihrem Körper vertrauen lernen. Auch privat lebe ich diese Werte. Ich versuche, bewusst auf meinen Körper zu hören, Zeit in der Natur zu verbringen, meinen Glauben zu pflegen und selbst immer wieder dazuzulernen. Ich glaube, dass persönliche Entwicklung nie abgeschlossen ist. Alles, was ich weitergebe, habe ich in irgendeiner Form selbst erlebt, hinterfragt oder durch viele Jahre praktischer Erfahrung gelernt.

Ich möchte Menschen nicht von mir abhängig machen. Mein Ziel ist, dass sie sich selbst wieder vertrauen, ihren Körper verstehen und ihren eigenen Weg mit mehr Leichtigkeit, Gesundheit und innerer Freiheit gehen können.

[Harmondu]: Was bedeutet Erfolg für dich persönlich und was war der wichtigste Schlüssel auf deinem Weg dorthin?

Erfolg bedeutet für mich heute nicht mehr, möglichst viel zu leisten oder möglichst viel zu besitzen. Erfolg bedeutet für mich, jeden Morgen mit Freude aufzuwachen, gesund zu sein, in Übereinstimmung mit meinen Werten zu leben und das Gefühl zu haben, dass ich mit meiner Arbeit einen Unterschied im Leben anderer Menschen machen darf.

Natürlich wünsche ich mir auch wirtschaftlichen Erfolg. Nicht aus Prestige, sondern weil finanzielle Freiheit die Möglichkeit schafft, mit mehr Gelassenheit zu leben, neue Projekte zu verwirklichen und noch mehr Menschen zu begleiten.

Der wichtigste Schlüssel auf meinem Weg war Vertrauen. Vertrauen in das Leben, in Gott, in meine Intuition und in meinen eigenen Weg – auch dann, wenn vieles im Außen dagegen sprach. Es gab immer wieder Zeiten voller Zweifel, Rückschläge und Unsicherheit. Gerade diese Erfahrungen haben mich gelehrt, dass Wachstum selten geradlinig verläuft.

Heute weiß ich: Meine größten Herausforderungen waren gleichzeitig meine größten Lehrmeister. Sie haben mich zu der Frau gemacht, die ich heute bin. Deshalb messe ich Erfolg nicht daran, wie hoch ich gekommen bin, sondern daran, wie sehr ich mir selbst treu geblieben bin und wie viele Menschen ich auf ihrem eigenen Weg unterstützen durfte.

[Harmondu]: Wie findest du Balance zwischen Arbeit, Familie und dir selbst und wer oder was inspiriert dich dabei?

Ich glaube nicht an die perfekte Balance. Auch der Körper ist immer auf der Suche nach Homöostase. Es gibt Zeiten, in denen die Arbeit mehr Raum einnimmt, und andere, in denen Familie oder die eigene Gesundheit im Vordergrund stehen. Für mich geht es deshalb weniger um Gleichgewicht als um bewusstes und ehrliches, tiefes Wahrnehmen: Was braucht jetzt gerade meine Aufmerksamkeit?

In den letzten Jahren habe ich gelernt, besser auf meinen Körper zu hören. Er zeigt mir sehr ehrlich, wann ich Pausen brauche, wann ich Grenzen setzen darf und wann es Zeit ist, neue Kraft zu schöpfen. Das ist nicht immer leicht, aber es ist eine der wichtigsten Lektionen meines Lebens.

Meine Familie ist dabei ein wertvoller Anker. Ebenso die Natur, die Tiere und mein Glaube. Sie erinnern mich daran, dass das Leben nicht nur aus Leistung besteht, sondern auch aus Verbundenheit, Vertrauen und Dankbarkeit.

Inspiration finde ich vor allem in Begegnungen mit Menschen. Jede Lebensgeschichte, jede Herausforderung und jeder Mensch, der trotz Rückschlägen wieder aufsteht, berührt mich. Das bestärkt mich jeden Tag darin, meinen eigenen Weg weiterzugehen und auch andere dabei zu begleiten, ihren zu finden.

[Harmondu]: Welche Botschaft möchtest du Menschen mitgeben, die dich und deine Geschichte noch nicht kennen?

Wenn es eine Botschaft gibt, die ich weitergeben möchte, dann diese:

Vertraue deinem Körper. Er arbeitet nicht gegen dich, sondern für dich. Selbst wenn er mit Schmerzen, Erschöpfung oder anderen Beschwerden auf sich aufmerksam macht, versucht er nicht, dich zu bestrafen. Er möchte dir etwas zeigen.

Ich wünsche mir, dass Menschen aufhören, sich selbst als defekt zu betrachten. Hinter jedem Symptom steckt eine Geschichte. Wenn wir bereit sind, hinzuhören, können Beschwerden zu Wegweisern werden und uns zurück zu uns selbst führen.

Und ich wünsche mir, dass niemand den Mut verliert, wenn das Leben gerade schwer ist. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es Zeiten gibt, in denen man den Weg kaum noch sehen kann. Gerade dann lohnt es sich, einen Schritt nach dem anderen zu gehen und darauf zu vertrauen, dass da eine Kraft ist, die einen auch mal trägt, wenn der Weg verloren scheint, und dass Veränderung möglich ist.

Wir müssen nicht perfekt sein. Wir dürfen wachsen, lernen und immer wieder neu beginnen. Es ist nie zu spät, das eigene Leben bewusster, gesünder und erfüllter zu gestalten. Davon bin ich aus tiefstem Herzen überzeugt.

[Harmondu]: Was bewegt dich gerade und worauf darf man bei dir in Zukunft gespannt sein?

Mich bewegt im Moment vor allem eine Frage: Wie können wir Gesundheit neu verstehen?

Ich bin überzeugt, dass wir den Menschen erst dann wirklich helfen können, wenn wir nicht nur Symptome behandeln, sondern lernen, die Sprache des Körpers zu verstehen. Genau daraus ist der Körper-Kompass entstanden – ein Herzensprojekt, in dem ich fast dreißig Jahre Erfahrung, Beobachtung und Wissen zusammengeführt habe.

In den kommenden Monaten wird daraus noch viel mehr entstehen: ein Buch, ein Workbook, Beratungsangebote und weitere Möglichkeiten, damit Menschen ihren Körper besser verstehen und wieder Vertrauen in sich selbst gewinnen können.

Gleichzeitig möchte ich noch mehr Menschen erreichen – nicht, weil ich möglichst bekannt werden möchte, sondern weil ich weiß, wie viele Menschen sich mit ihren Beschwerden allein fühlen und glauben, sie müssten einfach weiter funktionieren.

Und noch etwas liegt mir am Herzen: Ich wünsche mir, Menschen Mut zu machen – unabhängig von ihrem Alter. Ich bin heute fast 70 Jahre alt und habe das Gefühl, dass noch so viel vor mir liegt. Neue Ideen, neue Projekte und die Freude, etwas Sinnvolles in die Welt zu bringen. Wenn meine Geschichte dazu beiträgt, dass jemand den Mut fasst, seinen eigenen Traum nicht aufzugeben, dann ist das für mich ein großer Erfolg.

Ich glaube von Herzen: Es ist nie zu spät, neu anzufangen, zu wachsen und das Leben so zu gestalten, wie es wirklich zu einem passt.

 

[Harmondu]: Welche Auszeichnungen oder besonderen Anerkennungen hast du in deinem Leben erhalten, auf die du besonders stolz bist?

Natürlich habe ich im Laufe meines Lebens viele Aus- und Weiterbildungen absolviert und zahlreiche Diplome erworben. Dafür bin ich dankbar, denn sie haben mein Wissen erweitert und meinen beruflichen Weg geprägt.

Wenn du mich aber fragst, worauf ich wirklich stolz bin, dann sind es nicht Urkunden oder Titel.

Es sind meine drei Kinder, ihren eigenen Weg gehen zu sehen und zu erleben, welche Menschen sie geworden sind. Das erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit.

Und beruflich ist die größte Anerkennung für mich das Vertrauen meiner Klientinnen und Klienten. Manche begleite ich seit über 25 Jahren. Einige kommen heute mit ihren erwachsenen Kindern oder sogar schon mit ihren Enkeln zu mir. Dass Menschen mich über so viele Jahre an ihrem Leben teilhaben lassen und mir immer wieder ihr Vertrauen schenken, empfinde ich als die schönste Auszeichnung, die ich erhalten konnte.

Diese Verbundenheit kann man nicht gewinnen und nicht kaufen – man darf sie sich über viele Jahre hinweg verdienen.

Und dann gibt es noch eine ganz persönliche Auszeichnung: die Frau, die mich heute jeden Morgen aus dem Spiegel anlächelt. Nicht, weil sie perfekt wäre oder immer alles richtig gemacht hätte. Sondern weil sie trotz aller Höhen und Tiefen ihren Weg gegangen ist, immer wieder aufgestanden ist, nie aufgehört hat zu lernen und sich ihre Freude am Leben bewahrt hat.

Diese Zufriedenheit, diese innere Freude und das Gefühl, mit beinahe 70 Jahren ganz bei mir angekommen zu sein, sind für mich eine Anerkennung, die kein Preis und keine Auszeichnung ersetzen könnten. Sie zeigen mir, dass Erfolg für mich nicht darin besteht, immer mehr zu erreichen, sondern immer mehr die zu werden, die ich in Wahrheit bin.

[Harmondu]: Wen aus deinem Umfeld würdest du gerne bei Harmondu sehen?

Ich wünsche mir auf Harmondu Menschen, die mit Herz, Kompetenz und echter Menschlichkeit arbeiten. Menschen, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern andere auf ihrem Weg begleiten und inspirieren. Herzmenschen eben.

Besonders freue ich mich über Therapeutinnen und Therapeuten, Coaches und Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebensbereichen, die den Mut haben, neue Wege zu gehen und ihre Erfahrungen mit anderen zu teilen. Ich bin überzeugt, dass wir voneinander lernen können und das Zusammenarbeit mehr bewirkt als Konkurrenz.

Je mehr Menschen ihre Fähigkeiten authentisch in die Welt bringen, desto größer wird der positive Einfluss, den wir gemeinsam haben können.

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