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Das Erfolgsinterview mit
Tatjana Kaltenbeck-Michl

Geschichten, die Kraft geben. Wege, die Mut machen. Menschen, die bewegen.

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Sei du selbst, das ist dein Weg.

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Tatjana Kaltenbeck-Michl

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Tatjana Kaltenbeck-Michl

Das Erfolgsinterview mit Tatjana Kaltenbeck-Michl

Wer ich bin – beruflich und persönlich
Wenn ich auf meinen Lebensweg zurückblicke, sehe ich einen roten Faden, der schon sehr früh begonnen hat.Ich habe mich bereits als junges Mädchen für Astrologie interessiert – nicht aus Neugier allein, sondern weil mich Menschen tief berührt haben. Ihr Wesen, ihre Unterschiede, ihre Lebensgeschichten. Ich wollte verstehen, warum jeder Mensch so ist, wie er ist.
Gleichzeitig habe ich mich selbst oft als „anders“ erlebt. Meine Kindheit und Jugend waren nicht behütet, sondern von vielen Herausforderungen geprägt. Und es gab diese leise, aber sehr starke Frage in mir: Warum ist das so?
Warum fühlt sich mein Leben so an – und was ist der Sinn dahinter?
In der Astrologie habe ich etwas gefunden, das mir Halt gegeben hat: eine Sprache für das, was ich innerlich gespürt habe, aber lange nicht erklären konnte. Als Schütze-Frau mit einer starken Schütze-Betonung war da immer diese Sehnsucht, größere Zusammenhänge zu erkennen – einen Sinn hinter allem zu entdecken. Lange Zeit hat sich mein Weg aber auf andere Weise gezeigt: als Lehrerin, als Schuldirektorin und später als Kinder-, Jugend- und Sozialpolitikerin. Immer ging es um Menschen – darum, zu unterstützen, zu begleiten, Strukturen zu verbessern.
Der entscheidende Wendepunkt kam mit meiner Pensionierung. An dem Tag, an dem ich nach 15 Jahren als Stadträtin der Stadt Graz meinen Schreibtisch verlassen habe, begann am selben Abend meine Ausbildung in psychologischer Astrologie.
Und sehr schnell wusste ich: Das ist es.
Das ist nicht einfach ein neues Kapitel – das ist die Essenz meines Lebensweges.
Heute begleite ich seit 17 Jahren Menschen als psychologische Astrologin. Menschen, die Orientierung suchen. Die Antworten suchen. Oder einfach jemanden brauchen, der sie versteht und ein Stück ihres Weges mit ihnen geht.
Und vielleicht ist das Schönste daran:
Ich habe verstanden, dass meine eigenen Erfahrungen – auch die schmerzhaften – nicht „umsonst“ waren.
Dass ich eingeladen war, aus meinen eigenen Wunden eine Kraft zu entwickeln, die anderen hilft.
Dieser Gedanke erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit.
Und mit großer Freude, weil ich das Gefühl habe, heute genau das zu leben, wofür ich hier bin.

Was hat dich angetrieben, weiter zu gehen
Was mich getragen hat, war etwas, das ich schon sehr früh in mir gespürt habe: eine tiefe, unverbrüchliche Zuversicht.
Selbst in den schwierigsten Momenten meiner Kindheit war da dieses innere Wissen: Ich habe die Kraft, meinen Weg zu gehen.
Und mehr noch – ich habe Talente in mir, die mir helfen werden, ein erfülltes und stimmiges Leben zu gestalten.
Als Schütze-Frau hat mich diese innere Haltung besonders geprägt. Da ist dieser natürliche Optimismus, dieses Vertrauen, dass es immer weitergeht – auch wenn der Weg gerade nicht sichtbar ist.
Und es war immer auch eine starke Gewissheit in mir: Ich kann etwas tun.
Ich bin nicht ausgeliefert, sondern ich kann wirksam sein – für mich selbst, für andere Menschen und, in besonders mutigen Momenten, vielleicht sogar ein kleines Stück für die Welt.
Was mir aber vielleicht am meisten geholfen hat, war die Entscheidung – oder vielleicht eher ein innerer Auftrag –, mir selbst treu zu bleiben.
Auch dann, wenn es unbequem war. Auch dann, wenn es bedeutet hat, anders zu sein.
Diese Verbindung zu meinem eigenen Wesen hat mir Orientierung gegeben, wenn im Außen nichts sicher war.
Und sie hat mir die Kraft gegeben, immer wieder weiterzugehen.

Welche Stationen oder Erlebnisse haben dich am stärksten geprägt?
Wenn ich zurückblicke, beginnt vieles mit einer Erfahrung, die leise war – aber nachhaltig: Als sehr junge, weitgehend selbstständige Jugendliche bin ich einigen Lehrer:innen begegnet, die meine besondere Lebenssituation erkannt haben. Sie haben mich nicht bemitleidet, sondern respektiert. Sie haben mich gesehen – in dem, was ich tragen musste, und in dem, was in mir angelegt war.
Dieses Gesehen-Werden hat etwas in mir verankert: den Wunsch, genau das weiterzugeben.
So wurde ich Lehrerin und später Direktorin einer Brennpunktschule. Dort habe ich erlebt, wie sehr Kinder darauf angewiesen sind, in ihrer Einzigartigkeit wahrgenommen zu werden – und wie oft genau das nicht passiert. Systeme sind selten dafür gemacht, Individualität wirklich zu tragen. Sie funktionieren besser, wenn Menschen sich anpassen.
Auch in meiner Arbeit als Kinder-, Jugend- und Sozialpolitikerin hat mich diese Spannung begleitet: zwischen dem Anspruch auf Chancengerechtigkeit und der Realität von Strukturen, die oft eher normieren als entfalten. Ich habe versucht, Räume zu schaffen und Bedingungen zu verbessern – und gleichzeitig gesehen, wie begrenzt diese Möglichkeiten oft bleiben.
Vielleicht war genau das der Punkt, an dem sich mein Blick noch einmal vertieft hat.
Heute arbeite ich astrologisch – und ja, das fordert manchmal heraus. Denn ich verstehe das Horoskop nicht als Deutungsspielraum, sondern als präzisen Spiegel: Es zeigt, wer ein Kind ist, jenseits unserer Vorstellungen.
Und das kann unbequem sein.
Weil es Eltern zwingt, sich zu fragen:
Sehe ich mein Kind wirklich?
Oder sehe ich das, was ich in ihm sehen möchte?
Meine Antwort darauf ist klar geworden: Kinder sind keine Projekte. Sie sind eigenständige Wesen mit einem eigenen inneren Bauplan.
Astrologie ist für mich deshalb kein Mittel, um etwas festzulegen – sondern um etwas freizulegen: den Blick auf das, was längst da ist.

Was bedeutet für dich Glück?
Für mich ist Glück kein flüchtiger Moment, sondern ein Zustand, den ich ganz bewusst wahrnehme. Er entsteht in den Augenblicken, in denen ich innehalte und Dankbarkeit empfinde – für all das, was mir das Leben geschenkt hat, und für die Dinge, die meinem Dasein Sinn und Tiefe geben.
Glück zeigt sich für mich nicht nur in großen Ereignissen, sondern vor allem in den leisen, oft unscheinbaren Momenten: in Begegnungen, die berühren, in Erfahrungen, die wachsen lassen, und in dem Gefühl, mit mir selbst im Einklang zu sein. Es ist dieses bewusste Erleben von Zufriedenheit, Verbundenheit und Sinn, das Glück für mich ausmacht.

Welche Rolle spielen Achtsamkeit, Spiritualität oder innere Ruhe in deinem Alltag?
Ich bin von Natur aus eher ungeduldig und dynamisch – vielleicht gerade deshalb haben Achtsamkeit, Spiritualität und innere Ruhe einen so wichtigen Platz in meinem Alltag. Sie sind für mich kein Luxus, sondern ein notwendiger Ausgleich.
Ich nehme mir bewusst Zeit, um in der Natur zur Ruhe zu kommen. Dort gelingt es mir, langsamer zu werden und den Blick zu öffnen – für die kleinen Dinge am Wegesrand, für jede Pflanze, für Düfte und Geräusche, die im Alltag oft untergehen. Diese Momente helfen mir, wieder bei mir selbst anzukommen.
Achtsamkeit bedeutet für mich auch, meiner inneren Stimme Raum zu geben und ihr zuzuhören. In der Stille finde ich Klarheit, Erdung und neue Kraft – und genau daraus schöpfe ich die Balance, die ich in meinem oft bewegten Alltag brauche.

Welche Werte sind dir-beruflich wie privat-besonders wichtig?

Auf gesellschaftlicher und beruflicher Ebene sind für mich Gerechtigkeit, Chancengleichheit und die Wahrung der Menschenrechte von zentraler Bedeutung. Ebenso wichtig ist mir die Achtung vor der Würde jedes einzelnen Menschen – unabhängig von Herkunft, Lebensweg oder Überzeugungen.
Im privaten Bereich tragen vor allem zwischenmenschliche Werte mein Leben: Empathie, eine liebevolle Ehrlichkeit und das Gefühl von Liebe und Zugehörigkeit. Verlässlichkeit spielt dabei eine ebenso große Rolle, denn sie schafft Vertrauen und gibt Beziehungen Stabilität und Tiefe.

Was bedeutet für dich Verantwortung gegenüber dir selbst, anderen und der Welt?

Verantwortung beginnt für mich immer beim Wohlergehen: bei meinem eigenen, dem meiner nahestehenden Menschen und in der Art, wie ich mein Handeln ausrichte. Ich versuche, so zu leben und zu entscheiden, dass die kleine Welt um mich herum ein Stück besser wird. Dabei dienen mir ethische und moralische Grundsätze – im kantischen Sinne – als wichtige Wegweiser.
Gleichzeitig gehört für mich zur Verantwortung auch, ihre Grenzen zu erkennen. Zu viel Verantwortungsübernahme für andere kann leicht aus einem Gefühl der Überlegenheit entstehen und führt am Ende eher dazu, dass man dem Gegenüber seine Eigenständigkeit nimmt. Deshalb ist es mir wichtig, Verantwortung bewusst zu tragen – aber auch loszulassen, wo sie nicht (mehr) bei mir liegt.

Was will ich durch meine Arbeit in der Welt bewegen?
Mit meiner Arbeit möchte ich Menschen darin unterstützen, ihren ganz eigenen Weg zu finden – und ihn auch mutig zu gehen. Nicht umsonst trägt meine Beratungsfirma den Namen „My own way“: Er steht für die Überzeugung, dass in jedem Menschen ein individueller, stimmiger Lebensweg angelegt ist.
Ich verstehe meine Arbeit als Einladung zu einer Entdeckungsreise zu sich selbst. Gemeinsam erkunden wir Potenziale, machen verborgene Stärken sichtbar und entwickeln ein tieferes Verständnis für das, was wirklich trägt und erfüllt. Dabei geht es nicht nur um Ziele, sondern auch um Haltung: Herausforderungen dürfen als Entwicklungschancen gesehen und genutzt werden.
Wenn Menschen beginnen, sich selbst klarer zu erkennen und ihrem eigenen Weg zu vertrauen, entsteht etwas, das weit über den Einzelnen hinaus wirkt – mehr Klarheit, mehr Selbstwirksamkeit und letztlich auch mehr Sinn in der Welt.

Was bedeutet für dich Erfolg auf einer ganz persönlichen Ebene?
Erfolg bedeutet für mich, morgens in den Spiegel zu schauen und mir sagen zu können: Tatjana, du hast es geschafft, dir treu zu bleiben.
Es ist dieses stille, aber kraftvolle Gefühl von Integrität – im Einklang mit den eigenen Werten, Entscheidungen und dem eigenen Weg zu sein. Unabhängig von äußeren Maßstäben oder Erwartungen ist es für mich der größte Erfolg, authentisch zu leben und mich selbst dabei nicht zu verlieren.

Welchen Rat gibst du jungen Menschen, die gerade ihren eigenen Weg suchen?
Hab einen Traum – von dir selbst und von der Welt, in der du leben möchtest. Geh ihm Schritt für Schritt entgegen, ohne dich von der Größe des Ganzen überwältigen zu lassen.
Nimm dir immer wieder bewusst Zeit, innezuhalten und zu überprüfen, ob die Richtung für dich noch stimmig ist. Dein Weg darf sich verändern, wachsen und klarer werden.
Und vor allem: Lass dich von niemandem entmutigen. Es ist dein eigener Weg – und genau darin liegt seine größte Kraft.

Welche Menschen oder Begegnungen inspirieren dich?
Mich inspirieren Menschen, deren Haltung von einem humanistischen Menschenbild getragen ist. Menschen, die mit sich selbst im Reinen sind und anderen auf Augenhöhe begegnen. Besonders wertvoll sind für mich Begegnungen, in denen ein echter Austausch möglich ist – offen, respektvoll und frei von Belehrung. Von solchen Menschen kann ich lernen, ohne dass es sich wie Lernen anfühlt.

Wie gehst du mit Kritik, Neid oder Erwartungsdruck um?
Mein Sohn hat einmal zu mir gesagt: „Mama, Neid ist die ehrlichste Form der Anerkennung.“ Dieser Satz ist mir geblieben.
Konstruktive Kritik nehme ich dankbar an – vor allem dann, wenn sie Substanz hat und mich wirklich weiterbringt. Anders ist es bei Kritik, die sich auf Äußerlichkeiten bezieht: Die lasse ich bewusst nicht an mich heran. Wenn ich nicht nach einer Meinung gefragt habe, darf sie auch bei der Person bleiben. Das mag streng klingen, ist für mich aber Ausdruck von Selbstrespekt und innerer Klarheit.
Erwartungsdruck begegne ich heute gelassener als früher – vor allem, weil ich gelernt habe, meinen eigenen Maßstab über den der anderen zu stellen.

Was war der größte Erfolg in deinem Leben, und was hat sich dadurch geändert?
Rückblickend war die bestandene Aufnahmeprüfung ins Gymnasium ein Schlüsselmoment für mich. Äußerlich hat sich vielleicht wenig verändert, doch innerlich war es eine tiefe Bestätigung. Für das kleine Mädchen in mir, das schon sehr früh gespürt hat: Wenn ich wirklich will und bereit bin, mich einzusetzen, kann ich meinen Weg gehen. Dieses Vertrauen begleitet mich bis heute.

Was ist für dich ein erfülltes Leben?
Ein erfülltes Leben bedeutet für mich, meinen inneren Ruf zu hören und ihm zu folgen. Es heißt, meinen Seelenauftrag zu erkennen und ihn als Kompass für meinen ganz persönlichen Weg zu nutzen.
Es bedeutet, meine Talente nicht nur zu entdecken, sondern sie auch einzusetzen – für mich selbst und für andere.
Und es bedeutet, das Leben in seiner ganzen Tiefe zu erfahren: Freude zu empfinden, Freude weiterzugeben und vor allem eines in Fülle zu leben – Liebe.

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